So wird 2019 in Moosburg Noch einmal anpacken

Nach der kommenden Freibadsaison ist der Spatenstich für das neue Moosburger Hallenbad geplant, im Herbst soll es losgehen. Mindestens eineinhalb Jahre werden die Bauarbeiten laut Planung dauern, bis zur Wintersaison 2021 soll dann alles fertig sein.

(Foto: Marco Einfeldt)

Anita Meinelt tritt bei der Kommunalwahl im Frühling 2020 nicht mehr an, 2019 ist für sie also das letzte komplette Jahr als Moosburger Bürgermeisterin. Die Karriere auf den letzten Metern einfach gemütlich austrudeln lassen will sie jedoch nicht.

Von Alexander Kappen, Moosburg

Seit 2002 leitet Anita Meinelt (CSU) nun schon die Geschicke im Moosburger Rathaus, sie hat also schon einige Dienstjahre auf dem Buckel. Aber das kommende ist auch für sie ein ganz besonderes. Meinelt tritt bei der Kommunalwahl im Frühling 2020 nicht mehr an, 2019 ist für sie also das letzte komplette Jahr als Moosburger Bürgermeisterin. Das habe sie selbstverständlich schon im Kopf und sehe es "mit einem weinenden und einem lachenden Auge", sagt sie. Aber eines sei in jedem Fall sicher: "Solange ich noch da bin, werde ich mit vollem Engagement anpacken." Der Job mache ihr immer noch Spaß "und auch meine Kreativität geht noch nicht verloren", sagt sie. Die Karriere auf den letzten Metern einfach gemütlich austrudeln lassen will sie nicht. Ob Baugebiete, Schulen, Hallenbad, Plan-Umgestaltung oder Bahnhof, es gibt noch viel zu tun.

"Ich weiß, dass ich alles, was ich jetzt anfangen werde, in meiner Amtszeit nicht mehr zu Ende bringe, aber ich werde trotzdem zielgerichtet weiterarbeiten", verspricht die Bürgermeisterin. Das gilt auch für die bereits begonnenen Projekte. Etwa den Neubau eines Hallenbads am Freibadgelände in der Bonau. Zur Jahreswende stand die Vergabe der Planungsphasen fünf bis sieben auf dem Programm. Nach der kommenden Freibadsaison ist der Spatenstich geplant, im Herbst soll es also losgehen. Mindestens eineinhalb Jahre werden die Bauarbeiten laut Planung dauern, "aber bis zur Wintersaison 2021 sollte es fertig sein", so Meinelt.

Außensportanlagen dringend nötig

Intensiv beschäftigen werde man sich in diesem Jahr auch mit dem Bebauungsplan für das Areal an der Schlesierstraße, auf dem das Schulzentrum Nord erweitert werden soll. "Wir brauchen dringend neue Außensportanlagen und noch viel dringender eine Mensa", sagt die Bürgermeisterin. Knackpunkt sind nach wie vor die drei dort noch stehenden Wachbaracken des früheren Kriegsgefangenenlagers Stalag VII A. Die Stadt möchte nur eine erhalten und als Museum nutzen. Der Denkmalschutz dagegen will sich mit dem Abriss der beiden anderen so nicht einfach abfinden. Um das Schulzentrum dort weiterentwickeln zu können, benötigt die Kommune jedoch den Platz. "Anfang des Jahres möchte ich eine Lösung gefunden haben", sagt Meinelt. Auch in der Grundschule Süd steht eine Erweiterung an. Für die Einführung einer Ganztagsschule sei ein Anbau zwingend nötig, sagt die Bürgermeisterin, "geflicktes Zeug bringt da nichts". Für den Anbau, nach Möglichkeit ein zweistöckiger, soll nun erst mal ein Büro beauftragt werden. Dann gilt es die Frage der Zuschüsse abzuklären und einen vorzeitigen Baubeginn zu beantragen. Ein Modell für den Betrieb der Ganztagsschule, "das allen Anforderungen gerecht wird", habe man schon erarbeitet. Für das Gebäude könne man vielleicht Ende 2019 schon den ersten Spatenstich setzen.

Was den Umbau des "Plan" angeht, möchte sich die Bürgermeisterin gleich zu Jahresbeginn mit den Fraktionsvorsitzenden treffen und ihnen einen Beschlussvorschlag zur Beratung mit ihren Parteikollegen mitgeben. Strittig ist nach wie vor die Zahl der wegfallenden Parkplätze. Ein Kompromiss soll nun ermöglichen, dass man zusammen mit dem genehmigten Bau auf dem Staudinger-Areal, der Ende des Jahres spätestens in Angriff genommen werden soll, mit dem Plan-Umbau beginnen kann. Anita Meinelt hofft auf entsprechende Stadtratsbeschlüsse im Frühjahr. "Wie müssen uns dann ranhalten, verschiedenen Belagsmuster vorstellen und viel Öffentlichkeitsarbeit betreiben."

Beim Bahnhofsgebäude soll es rasch vorangehen

Auch beim Moosburger Bahnhofsgebäude, das die Stadt womöglich kaufen wird, soll es rasch vorangehen. "Ich fände es sehr, sehr schön, wenn es der Stadt gehören würde und wir auf Dauer die Hand drauf hätten, damit das keiner einfach wegreißt", sagt Anita Meinelt. Sie habe bereits absolut positive Signale bekommen und sei aufgefordert worden, der Bahn ein Angebot zu machen. Die Angelegenheit habe "große Priorität".

Im Neubaugebiet "Amperauen" ist 2019 der Baubeginn für die Geschosswohnungen geplant. Zunächst muss man jedoch das Architektenvergabeverfahren über die Bühne bringen. "Im Frühjahr werden wir auch mit dem Bieterverfahren für die anderen Bauparzellen loslegen", sagt die Bürgermeisterin, "dann folgen das Losverfahren und das Einheimischenmodell". Baubeginn bei diesen Grundstücken werde wohl 2020 sein. Die Kommune ist auch schon dran, einen Betreiber für das geplante Kinderhaus in dem Neubaugebiet zu suchen. Man brauche erst einen Betreiber, um mit diesem dann zusammen in die Planung zu gehen. Diese soll noch 2019 beginnen, so Meinelt, "2020 wird dann Bauphase sein".

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