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Schwimmtalent aus Eching:Olympia ist ihr allergrößter Traum

Julia Titze

Julia Titze nimmt regelmäßig an deutschen Meisterschaften teil und war auch schon beim World Cup in Berlin dabei. Dort schwamm auch ihr großes Idol Katinka Hosszú mit. "Das war ganz cool", sagt Titze.

(Foto: privat)

Julia Titze trainiert hart, um ganz nach oben zu kommen. Dass sie dadurch kaum Freizeit hat, ist für die 18-Jährige kein Problem, denn sie liebt ihren Sport.

Die Schwimmerin Julia Titze aus Eching ist gerade einmal 18 Jahre alt und schwimmt schon seit mehr als einem Jahrzehnt ziemlich erfolgreich. Sie nahm bereits an großen Wettbewerben teil wie dem World Cup in Berlin dieses Jahr neben Profis aus aller Welt. Auch sie hat ein großes Ziel vor Augen: Olympia. Dem Schwimmen widmet sie seit ihrer Kindheit ihr gesamtes Leben. Dass dabei Freunde und Partys manchmal zurückstecken müssen, stört sie nicht, denn für ihre Leidenschaft gibt sie einhundert Prozent.

SZ: Wie sind Sie überhaupt aufs Schwimmen gekommen?

Julia Titze: Das liegt wohl bei mir in der Familie. Meine Zwillingsschwester, meine große Schwester, meine Mutter und meine Oma waren Schwimmerinnen. Mein Onkel ist auch geschwommen, sogar recht erfolgreich. Also war ich schon von klein auf dabei.

Und wann haben Sie angefangen zu schwimmen?

An sich habe ich als ganz kleines Kind angefangen. Auf Leistungsebene schwimme ich seit ungefähr 2007.

2007, da waren Sie gerade mal sechs Jahre alt. Können Sie sich eine Alternative zum Schwimmen vorstellen? Was hätten Sie gemacht, wenn Sie nicht so erfolgreich geworden wären?

Das weiß ich echt nicht. Ich schwimme quasi schon mein Leben lang, für mich gibt es gar nichts anderes. Vielleicht hätte ich dem Turnen oder Geigespielen mehr Zeit gewidmet, das habe ich früher auch noch gemacht.

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Neben dem Training gehen Sie auch zur Schule, wie managen Sie das zeitlich?

Ich mache mein Fachabitur an der FOS in Unterschleißheim, da gibt es eine spezielle Sportklasse, die es mir ermöglicht, dass ich genug Zeit zum Trainieren habe. Von neun bis 15.30 Uhr habe ich dann Unterricht, sodass ich davor noch ins Frühtraining gehen kann. Das habe ich dreimal die Woche von sieben bis neun Uhr. Nach dem Unterricht habe ich dann noch mal zweieinhalb Stunden lang Training, und den Rest des Tages bin ich zuhause.

Ist es nicht schwierig, das alles unter einen Hut zu bekommen?

Es geht so. Dieses Jahr war ich zum Beispiel drei Wochen lang im Trainingslager, da habe ich einige Klausuren verpasst. Die muss ich dann nächste Woche nachholen.

Empfinden Sie es manchmal als Einschränkung, dass Sie am Wochenende nicht so oft ausgehen können oder weniger Zeit mit Freunden verbringen?

Ich liebe meinen Sport, ich habe kein Problem damit, dass ich deswegen oftmals weniger Zeit für anderes habe. Außerdem habe ich am Wochenende ab und zu auch mal frei. Und die meisten meiner Freunde sind mit mir im Verein, also sehe ich die dort.

Was würden Sie als Ihre größten Erfolge bisher bezeichnen?

Im Oktober war ich beim World Cup in Berlin, da waren auch viele professionelle Schwimmer dabei. Ansonsten bin ich im vergangenen Jahr deutsche Jahrgangsmeisterin geworden. Deutsche Juniorenmeisterin war ich auch schon. Bei den deutschen Meisterschaften bin ich seit 2014 dabei.

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Und was ist Ihr größtes Ziel im Moment?

Mein Ziel ist es, 2024 an den Olympischen Spielen teilzunehmen. Zumindest ist das mein allergrößter Traum.

Haben Sie denn auch irgendwelche Vorbilder, zu denen Sie aufschauen?

Hm, es gibt viele gute internationale Schwimmer, aber die Ungarin Katinka Hosszú, würde ich sagen. Die war auch beim World Cup dabei, das war ganz cool.

Müssen Sie sich auf bestimmte Weise ernähren?

Also, eine spezielle Diät wird mir nicht vorgeschrieben. Ich achte darauf, dass ich mich gesund ernähre und viel Gemüse esse. Besonders vor den Deutschen Meisterschaften ist mir das besonders wichtig. Aber ansonsten bin ich da nicht so streng.

Also ist Schokolade erlaubt?

(lacht) Ja, auch das darf es mal sein.

Sie kommen aus Eching, trainieren aber in München. Wie kam es dazu?

Als ich klein war, habe ich in Lohhof angefangen zu schwimmen. 2014 bin ich dann zu den Stadtwerken München gewechselt.

Inwiefern bestimmt der Sport Ihr Leben?

Quasi komplett. Aber ich mache es auch unglaublich gerne.