Schnelles Internet in der VG Zolling:Runde Sache

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Schnelles Internet in der VG Zolling: Auch Zollings Bürgermeister Helmut Priller favorisiert eine Kooperation mit der Firma Deutsche Giga-Netz.

Auch Zollings Bürgermeister Helmut Priller favorisiert eine Kooperation mit der Firma Deutsche Giga-Netz.

(Foto: Marco Einfeldt)

VG Zolling peilt Kooperation mit Internetanbieter Giga-Netz an

Von Katharina Aurich

Die vier Gemeinden der Verwaltungsgemeinschaft Zolling, das sind Zolling, Haag, Wolfersdorf und Attenkirchen, könnten von der Firma Deutsche Giga-Netz mit Glasfaserleitungen versorgt werden. Dies favorisieren die Rathauschefs Anton Geier (Haag), Helmut Priller (Zolling), Anita Wölfle (Wolfersdorf) und Mathias Kern (Attenkirchen) und luden ihre Gemeinderäte und Bürger am Mittwochabend zu einer Informationsveranstaltung in das Zollinger Bürgerhaus ein. Die Gemeindechefs möchten, dass die Haushalte der VG schnell, ohne lange Förder- und Ausschreibungsverfahren mit leistungsstarken Internetanschlüssen versorgt werden. Als nächsten Schritte müssen die Gemeinderäte nun entscheiden, ob die Kommunen mit dem Unternehmen einen Kooperationsvertrag unterzeichnen.

Voraussetzung für die Erschließung ist allerdings, dass mindestens 40 Prozent aller Haushalte der VG-Gemeinden, rund 2500 an der Zahl, mit dem Unternehmen einen Vertrag abschließen. Dann würden alle Häuser zumindest bis zur Grundstücksgrenze mit einem Glasfaseranschluss erschlossen, auch diejenigen, die keinen Vertrag mit Giga-Netz haben, informierte Martin Marx, Mitarbeiter des Unternehmens. Glasfaser sei "die Zukunft und bedeutet eine Wertsteigerung für jedes Haus", betonte Geier. Er erklärte, dass ein öffentliches Ausschreibungsverfahren Jahre dauern würde, das private Unternehmen könne jedoch schon im nächsten Jahr mit dem Graben der Leitungen beginnen. Der Vorteil einer Kooperation sei auch, dass die Gemeinden kein Geld in die Hand nehmen müssten und die Verwaltung nicht mit langwierigen Ausschreibungsverfahren belastet würde. Die Bürger legten sich mit einem Zweijahresvertrag auf das Unternehmen fest, anschließend könnten sie zu einem anderen Anbieter wechseln, erläuterte Marx, der in Haag wohnt und auf die Bürgermeister mit dem Angebot seines Unternehmens zukam. Für den Anschluss ihres Hauses an das Glasfasernetz müssten die Kunden nichts bezahlen, so Marx.

Die VG-Gemeinden hatten zuvor eine sogenannte Markterkundung durchgeführt, wie Geschäftsstellenleiter Eugen Altmann berichtete. Keine einzige Firma hätte sich beworben, um eigenwirtschaftlich ohne staatlichen Fördermitteln die Gemeinden mit Glasfaser zu erschließen. Rainer Letz von der Regensburger Beratungsfirma IK-T - innovative Kommunikations-Technologie, die Kommunen bei Ausschreibungsverfahren berät, erklärte, dass es rechtlich zulässig sei, einen solchen Kooperationsvertrag mit einem Unternehmen zu schließen. Die IK-T habe das Angebot von Giga-Netz geprüft, das Angebot sei hinsichtlich der technischen, wirtschaftlichen und juristischen Aspekte in Ordnung. "Das ist ein Angebot, das rund ist", sagte Letz. Sollte es nicht klappen und nicht genug Anschlussnehmer einen Vertrag unterschreiben, könnten die Gemeinden immer noch eine Ausschreibung für ein staatlich unterstütztes Förderverfahren durchführen.

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