Winterchaos:Freising versinkt im Schnee

Winterchaos: Schneeschippen war am Samstag angesagt. Wie hier in der Erdinger Straße in Freising.

Schneeschippen war am Samstag angesagt. Wie hier in der Erdinger Straße in Freising.

(Foto: Marco Einfeldt)

Umgestürzte Bäume, blockierte Straßen und unpassierbare Gehwege: Rettungskräfte und Winterdienst haben viel zu tun. Und ein Räumfahrzeug kommt selber in Bedrängnis.

Von Regina Bluhme

So viel Schnee in so kurzer Zeit wie an diesem Wochenende hat es lange nicht mehr gegeben. Bereits am Freitagabend hatte sich die A92 in eine Rutschbahn verwandelt, schreibt die Feuerwehr Freising. Es ereigneten sich mehrere Verkehrsunfälle, querstehende Lkw blockierten die Fahrbahn. Die "alte B11" zwischen Freising und Marzling war ein weiterer Einsatzschwerpunkt, bei dem gleich mehrfach umgestürzte Bäume beseitigt werden mussten. An vielen Stellen in der Stadt brachen Äste ab oder stürzten ganze Bäume unter der immer dicker und schwerer werdenden Schneelast zusammen. Die Feuerwehr musste Straßen befahrbar halten und akute Absturzgefahren beseitigen.

Winterchaos: In Zurnhausen rutschte ein Räumfahrzeug des Winterdiensts in den Graben und musste in einer mehrstündigen Aktion geborgen werden.

In Zurnhausen rutschte ein Räumfahrzeug des Winterdiensts in den Graben und musste in einer mehrstündigen Aktion geborgen werden.

(Foto: Feuerwehr Freising/oh)
Winterchaos: Auf den Straßen kam es zu Verkehrsbeeinträchtigungen. Wer konnte, blieb am Samstag lieber zu Hause.

Auf den Straßen kam es zu Verkehrsbeeinträchtigungen. Wer konnte, blieb am Samstag lieber zu Hause.

(Foto: Marco Einfeldt)

Auf den Straßen ereigneten sich mehrere Unfälle, die zum Glück ohne schwere Verletzungen ausgingen. Einen besonders kniffligen Auftrag erledigten Feuerwehr und THW gemeinsam in Zurnhausen: dort rutschte ein Räumfahrzeug des Winterdienstes in einen Graben und musste in einer mehrstündigen technischen Hilfeleistung geborgen werden.

Von Freitag 21.30 Uhr an war zudem die Kreiseinsatzzentrale in der Hauptfeuerwache für nahezu 24 Stunden besetzt. Insgesamt 386 Einsätze wurden bis Sonntagvormittag gezählt, vor allem wegen umgestürzten Bäumen, die auf der Straße lagen, abgerissenen Stromleitungen, Verkehrsunfällen und Dachprüfungen des THW, schreibt die Pressestelle des Landratsamts.

Winterchaos: Hinter Schneebergen wird am Sonntag am Flughafen im Osten der Nordbahn ein Flugzeug enteist.

Hinter Schneebergen wird am Sonntag am Flughafen im Osten der Nordbahn ein Flugzeug enteist.

(Foto: Marco Einfeldt)
Winterchaos: Ein Flugzeugspotter im Schnee beobachtet die Enteisungsarbeiten am Flughafen München.

Ein Flugzeugspotter im Schnee beobachtet die Enteisungsarbeiten am Flughafen München.

(Foto: Marco Einfeldt)

Nachdem die Winterdienste im Landkreis stundenlang gearbeitet und die Straßen von Schnee und Eis befreit haben, konnte laut Landratsamt der Verkehr am Sonntag größtenteils wieder annähernd ohne Einschränkungen fließen. Noch mindestens bis Montag, 14 Uhr, gesperrt bleiben die Staatsstraßen 2084 Eberspointer Berg, 2054 Haag/Inkofen und 2339 Massenhausen/Fürholzen, weil dort die Gefahr von herabfallenden Ästen oder umstürzenden Bäumen noch zu groß sei.

Der Schülerverkehr auf den Linien 616 und 619 entfällt am Montag

Wie das Landratsamt Freising weiter mitteilt, gibt es am Montagmorgen Probleme beim Schülerverkehr aus den Gemeindebereichen Allershausen, Hohenkammer und Kranzberg in Richtung Freising. Wegen der Sperrung der St2084 und der Baustellen auf den potenziellen Umleitungsstrecken können die Buslinien 616 und 619 nicht nach Freising fahren. Schülerinnen und Schüler, die mit diesen Linien üblicherweise in die Domstadt fahren und von Eltern nicht gebracht werden können, bleiben heute zuhause.

Laut Angaben des MVV sollen die meisten anderen Regionalbuslinien im Landkreis am Montag wieder regulär im Betrieb sein. Es könne aber witterungsbedingt zu weiteren Einschränkungen kommen.

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