Sanierung der Bundesstraße 13 2019 wird es noch schlimmer

In der Gemeinde Fahrenzhausen gehen im kommenden Jahr die Arbeiten an der B 13 weiter. Dann wird es zu noch massiveren Behinderungen kommen - genervt sind die Bürger schon jetzt.

Von Alexandra Vettori, Fahrenzhausen

Die gute Nachricht zuerst: Im Staatlichen Bauamt in Freising geht man davon aus, dass die Sanierung der B 13 bis zum Jahresende fertig und die Straße wieder befahrbar ist. Die schlechte: Im Frühling 2019 folgt der zweite Abschnitt, und dann wird alles noch viel schlimmer. Bürgermeister Heinrich Stadlbauer (Freie Bürgerliste), der in den vergangenen Wochen viel Kritik von genervten Bürgern einstecken musste, ohne wirklich etwas tun zu können, drückte es jüngst im Gemeinderat so aus: "Das wird spannend."

Schon jetzt leidet der ganze Ort unter der Sperrung der Hauptdurchfahrt, vor allem die von der Kundschaft abgeschlossenen Geschäfte. Auch der Kindergarten ist von der Baustelle betroffen.

(Foto: Marco Einfeldt)

Im März nach dem Frost geht es los

Voraussichtlich im März, gleich nach der Frostperiode, wird mit dem Stück zwischen Amperbrücke und Kreisverkehr am Nordende Fahrenzhausens begonnen. Derzeit laufen die Abstimmungen, dann muss ausgeschrieben werden, und erst, wenn eine Baufirma gefunden ist, erfolgt die Feinplanung. Ende 2019 soll alles fertig sein. Vier Bauphasen sind geplant, um den Anliegerverkehr soweit wie möglich aufrecht zu erhalten. Auch soll immer eine Zufahrt zu den großen Betrieben im Ort, der Firma Karl im Norden, die Arbeitsplatzsysteme herstellt, und dem Möbelverbund im Süden, offen sein.

Bauphase eins erstreckt sich von der Dorfstraße bis zur Kirche. Die Zufahrt für Anlieger führt über Feldwege und Nebenstraßen. Der zweite Abschnitt liegt zwischen Dorfstraße und der Firma Karl. Vor deren Gebäude wird auch ein neuer Mischwasserkanal eingebaut. Denn bei starkem Regen staut sich jetzt das Wasser, der Kanal muss also vergrößert werden. Wie genau, das wird derzeit noch eruiert.

Internet und Telefon müssen weiter funktionieren

Phase drei umfasst dann die äußeren Enden zwischen Kreisverkehr und Amperbrücke, in Phase vier wird die neue Straßendecke auf der ganzen Länge eingebaut. Das dauert ungefähr eine Woche, an zwei Tagen ist eine Vollsperrung nötig. Das Rathaus hat bisher mit dem Staatlichen Bauamt ausgehandelt, dass an beiden Straßenseiten in den Gehwegen Breitbandkabel verlegt werden können und vor allem bei den Firmen auch während der Bauarbeiten immer Internet und Telefon funktionieren.

Für die neuen Gehwege hat sich der Gemeinderat bei der jüngsten Sitzung für Pflaster entschieden, die Mehrkosten belaufen sich auf gut 50 000 Euro, zu zahlen von der Gemeinde. In die Straßensanierung einbezogen ist auch die Renovierung der Amperbrücke. Es handelt sich um eine Stahlbrücke, die während der Sanierung komplett eingehaust werden muss, damit keine Chemikalien oder Staub in das angrenzende europäische Naturschutzgebiet Amperauen geraten. Autos sollen während der Arbeiten einspurig über die Brücke fahren können, Lastwagen jedoch nicht. Auch ein Gehweg wird frei gehalten.

Zweifel am Zeitplan

Gemeinderat Robert Kern (Freie Wählergruppe) zweifelte am engen Zeitplan, am Ende erlebe man ähnliche Verzögerungen wie beim ersten Abschnitt. Bürgermeister Stadlbauer betonte, die Gemeinde sei daran nicht schuld gewesen, vielmehr hätten immer wieder Unterlagen des Bauamts gefehlt. Was den Zeitplan anbelangt, so müsse er eingehalten werden, so Stadlbauer: "2020 soll der Autobahnanschluss Allershausen erneuert werden, und da muss die B 13 als Umleitung fungieren."