Landkreis Freising:Plakate für den Regenwald

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Landkreis Freising: Fünf Mädchen einer 3. Klasse an der Sternschule haben Plakate für den Regenwald gestaltet: (von links) Antonia Dürr, Nelly Rudorfer, Anna Kluge, ihre HSU-Lehrerin Milena Trost, Helena Hofmann und Emilie Sattler.

Fünf Mädchen einer 3. Klasse an der Sternschule haben Plakate für den Regenwald gestaltet: (von links) Antonia Dürr, Nelly Rudorfer, Anna Kluge, ihre HSU-Lehrerin Milena Trost, Helena Hofmann und Emilie Sattler.

(Foto: Marco Einfeldt)

Fünf Schülerinnen an der Sternschule engagieren sich für den Umwelt- und Naturschutz.

Von Gudrun Regelein, Freising

"Der Regenwald macht die Luft sauber. Wir wünschen uns, dass das auch noch so ist, wenn wir erwachsen sind", sagt Antonia. Nur bei einem Wunsch ist es aber nicht geblieben, Antonia und vier andere Mädchen einer 3. Klasse an der Sternschule in Freising sind auch aktiv geworden. Der Wald war Thema im Heimat- und Sachunterricht, so sind die fünf Freundinnen auf den Regenwald aufmerksam geworden. Sie haben sich dann getroffen, um Plakate zu gestalten.

Mit vielen Infos über den Regenwald, beispielsweise welche Tiere dort leben, welche Früchte und Pflanzen dort vorkommen und welche Funktion die Bäume übernehmen. Und natürlich mit der Info, dass er massiv abgeholzt wird - und was das für Konsequenzen hat. Außerdem haben sie ein Rezept für eine Schokocreme ohne Palmöl gesucht und ausgedruckt. Auch mit der selbstgemachten Palmöl-freien Creme könne jeder einen kleinen Beitrag leisten, in den meisten Schokocremes, die man kaufen kann, sei das nämlich drin, sagt Anna.

Das Rezept wird per Mail an alle Schülerinnen und Schüler geschickt, so vermeide man eine Papierverschwendung. Die Plakate hängen nun in der Aula der Schule, sie hätten in den vergangenen Tagen schon viele Kinder angelockt, erzählt Antonia.

Die fünf Freundinnen haben bereits im vergangenen Herbst eine "Bande" gegründet, sagt sie. "Weil der Umweltschutz uns wichtig ist." Eine erste Aktion gab es dann gleich im Oktober. Weil überall an der Isar so viel Abfall liegt, wurde eine Müllsammel-Aktion ins Leben gerufen, zu der alle Schüler eingeladen wurden. Zu insgesamt acht waren sie dann zwei Stunden an der Isar unterwegs.

Die Fahrräder und die eine Waschmaschine, die sie dort gefunden haben, konnten sie zwar nicht mitnehmen, aber insgesamt drei große Säcke voll haben sie eingesammelt: Bierflaschen, Pizzakartons, Chiptüten, Taschentücher, ein Schnuller und sogar Wanderschuhe waren darunter, erzählen die Mädchen.

Die Ideen gehen den Freundinnen aber nicht aus, als nächstes wollen sie nun ein Heftchen mit Tipps, wie man die Umwelt besser schützen kann, gestalten. Wie man Wasser sparen kann oder weniger Abfall produzieren kann, soll beispielsweise kurz erklärt werden. Die Heftchen werden dann verkauft und der Erlös kommt in eine große, selbstgebastelte Spardose. Das Geld soll dann einer Umweltschutzorganisation gespendet werden.

Die HSU-Lehrerin Milena Trost findet das Engagement ihrer fünf Schülerinnen sehr beeindruckend. Der Natur- und Umweltschutz habe mittlerweile als wichtiges Thema zwar einen Platz im Lehrplan. "Aber dass sich die fünf auch privat so dafür einsetzen, finde ich toll."

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