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Rätselhafter Wildunfall:Seltener Goldschakal auf der A9 überfahren

Goldschakal überfahren

Das Foto aus dem Jahr 2012 zeigt einen Goldschakal, der im Nationalpark Bayerischer Wald einer Wildkamera fotografiert wurde. Foto: Nationalpark Bayerischer Wald/LfU/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++

(Foto: dpa)

Wolfsähnliches Tier stirbt bei Wildunfall auf der Autobahn bei Allershausen. Naturschützer sprechen von einer Sensation.

Für den Autofahrer ist es gewiss ein großer Schreck gewesen, für Naturschützer ist es eine Sensation: Am 15.Mai ist bei einem Wildunfall auf der A9 nahe dem Ampertal ein Goldschakal getötet worden. Der Wildunfall ist erst der zweite Nachweis eines Goldschakals in Bayern. Die Veterinäre am Freisinger Landratsamt wussten zunächst nicht, was sie da für ein Tier vor sich hatten. Erst Experten des Landesamts für Umwelt identifizierten es als Goldschakal. Goldschakale sind hierzulande extrem selten. Die wolfsähnlichen Raubtiere, die allerdings sehr viel kleiner sind als Wölfe, sind in Südasien und Afrika verbreitet. In Europa leben nur auf dem Balkan einige Rudel. Von ihnen wandern seit geraumer Zeit immer wieder Jungtiere nach Norden ab. Goldschakale sind ausdauernde Läufer und sehr menschenscheu. Als Beute bevorzugen sie Mäuse und andere Kleinsäuger.

Der erste Nachweis eines Goldschakals in Bayern gelang im Sommer 2012 mittels einer Fotofalle im Nationalpark Bayerischer Wald.