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Radweg bei Zolling:Gute Aussichten für Radler

Lückenschluss zwischen Zolling und Erlau in greifbarer Nähe

Der Lückenschluss des Radwegs zwischen Zolling und Erlau ist in greifbare Nähe gerückt. Schon 2021 könnte das etwa 800 Meter lange Teilstück zwischen der Kühbachbrücke und dem Ortsschild von Erlau gebaut werden. Die frohe Botschaft entnahm Zollings Bürgermeister Helmut Priller (FW) am Donnerstag einer Nachricht von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU). Darin hieß es auch, dass für das kommende Jahr noch Geld für solche Projekte übrig sei.

Vor etwas mehr als einem Monat hatten sich an der Kühbachbrücke Bürgermeister aus dem nördlichen Landkreis, der Stadt Freising und der Kreistagsfraktion der SPD getroffen und moniert, dass der Lückenschluss nicht Bestandteil des Umbaus der Bundesstraße B 301 bei Erlau sei. Laut Piller habe daraufhin Bundestagsabgeordneter Erich Irlstorfer (CSU) bei Scheuer vorgesprochen und sich für die Fortsetzung des Radwegs eingesetzt. Das Gespräch der Lokalpolitiker sei Anlass für dieses Engagement gewesen, sagt Priller. Die Argumente seien gut begründet gewesen. "Die Situation der Radler ist ja heute eine ganz andere als noch vor 15 Jahren", sagt der Zollinger Bürgermeister. Anhöhen wie die Amperleiten hätten ihren Schrecken verloren, seitdem es E-Bikes gibt.

Der Radweg führt künftig von Zolling bis Erlau und endet auf Höhe des Vasold-Hofs. Was noch bleibt, ist der Lückenschluss die Amperleiten hinauf nach Tüntenhausen. Um auch noch dieses Teilstück zu vollenden, will Priller eine temporäre Arbeitsgemeinschaft gründen. Beteiligt sollen daran das Staatliche Hochbauamt, die Gemeinde Zolling, die Stadt Freising und der Landkreis sein. Die Gemeinde Zolling wolle insbesondere beim Kauf der benötigten Grundstücke behilflich sein. Priller begründet dies mit der örtlichen Nähe zu den Landwirten, deren Flächen benötigt werden.

© SZ vom 07.11.2020 / beb
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