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Preisverleihung:Vorbildliches Projekt

Matthias Maino, Landrat Josef Hauner und Michael Beier (von links) bei der Preisverleihung.

(Foto: Marco Einfeldt)

Auszeichnung für "Quellschutz im Ampertal"

Als vorbildliches Projekt für die biologische Vielfalt ist der "Quellschutz im Ampertal" am Mittwochabend von der "UN-Dekade Biologische Vielfalt" ausgezeichnet worden. Träger des Projektes sind der Landschaftspflegeverband Freising und die Heinz-Sielmann-Stiftung. Der Freisinger Landrat Josef Hauner überreichte den Preis an Matthias Maino, den Geschäftsführer des Landschaftspflegeverbands, und an Michael Beier, den Vorsitzenden der Heinz-Sielmann-Stiftung. Der Preis geht auf die UN-Dekade Biologische Vielfalt zurück, die von den Vereinten Nationen für die Zeit von 2011 bis 2020 ausgerufen worden ist.

Quellen sind besonders wertvolle ökologische Lebensräume, weil sich hier viele sehr seltene Tiere und Pflanzen einfinden, etwa der Laubfrosch und die Gelbbauchunke, Quellmoos und Libellen bis hin zu sehr anspruchsvollen Quellschnecken, die, der Name sagt es, ausschließlich in Quellen leben können. Dass die Tiere und Pflanzen so selten geworden sind, liegt daran, dass viele Quellen heutzutage entweder verschmutzt oder zur Trinkwassergewinnung eingesperrt worden sind. Damit die Artenvielfalt auf den umgebenden Flächen wieder hergestellt werden kann, ist es wichtig, die Quellen wieder zum Leben zu erwecken. Zusammen mit der Heinz-Sielman-Stiftung werden im Landkreis Freising 20 Quellen im Ampertal untersucht und renaturiert, einer der Standorte ist das überregional bedeutsame Fauna-Flora-Habitat-Gebiets "Giesenbacher Quellmoor".

Gleichzeitig will man Biotope zwischen den Naturräumen Tertiäres Hügelland und Ampertal verbinden.