EnergieversorgungOnyx Power baut Kraftwerk in Anglberg aus

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Das Kraftwerk in Anglberg bei Zolling wird um ein Gas- und Dampfturbinenkraftwerk erweitert.
Das Kraftwerk in Anglberg bei Zolling wird um ein Gas- und Dampfturbinenkraftwerk erweitert. Marco Einfeldt
  • Onyx Power plant in Anglberg bei Zolling den Bau eines Gas- und Dampfturbinenkraftwerks mit 800 Megawatt Leistung zur Sicherung der Stromversorgung.
  • Das neue Kraftwerk soll langfristig mit Wasserstoff betrieben werden und ab 2030 an das europäische Wasserstoffverbundnetz angeschlossen werden.
  • Der Bau hängt von Bundesausschreibungen ab, die noch in diesem Jahr erfolgen sollen, wobei die Kraftwerke binnen fünf Jahren einsatzbereit sein müssen.
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Auf dem Gelände bei Zolling plant der Betreiber den Bau eines neuen Gas- und Dampfturbinenkraftwerks, um die Stromversorgung zu sichern. Langfristig soll die Anlage mit Wasserstoff betrieben werden.

Von Petra Schnirch, Zolling

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Das Kraftwerk in Anglberg bei Zolling wird erweitert. Auf dem Gelände soll in den kommenden Jahren ein Gas- und Dampfturbinenkraftwerk entstehen. Die internen Planungen sind nach Auskunft des Betreibers Onyx Power weit fortgeschritten. Die bayerische Staatsregierung unterstützt das Projekt. Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (FW) unterzeichnete vor Kurzem gemeinsam mit Kraftwerksleiter Roman Ritter einen „Letter of Intent“, eine Absichtserklärung.

Das neue Kraftwerk mit einer Leistung von 800 Megawatt soll wesentlich zur sicheren Stromversorgung beitragen, erklärt Viktoria Schierenbeck, Sprecherin von Onyx Power. Zum Vergleich: Mit einem Megawatt kann man rein rechnerisch den Bedarf von bis zu 1000 Haushalten abdecken. Die Anlage könne jederzeit verlässlich Strom liefern, sei steuerbar und könne einspringen, wenn erneuerbare Energien zeitweise nicht in ausreichendem Umfang zur Verfügung stehen.

Der Zeitplan für den Bau des Kraftwerks hängt entscheidend vom Verlauf der Ausschreibungen im Zuge des Stromversorgungssicherheits- und Kapazitätengesetzes (StromVKG) ab. Das Kraftwerk in Anglberg soll gleich in der ersten Runde berücksichtigt werden. Bis 2031 will die Bundesregierung schrittweise neue Kapazitäten schaffen, damit auch dann genügend Energie vorhanden ist, wenn Sonne und Wind vorübergehend nicht die gewünschte Leistung erbringen. Noch ist das Gesetz nicht verabschiedet. Nach den Plänen der Bundesregierung soll die Ausschreibung für elf Gigawatt aber noch in diesem Jahr erfolgen, die Kraftwerke sollen dann innerhalb von fünf Jahren einsatzbereit sein. Der Bau wird von der Bundesregierung finanziell gefördert.

Vom Freistaat gibt es zwar kein Geld, doch das bayerische Wirtschaftsministerium begleite das Vorhaben eng und unterstütze den Betreiber bei genehmigungsrechtlichen Fragen, teilt die Pressestelle mit.  „Wir brauchen neue Gaskraftwerke, um eine sichere und bezahlbare Energieversorgung für Bayern zu gewährleisten“, das betonte Aiwanger bei seinem Besuch in Zolling. Durch den Kernenergieausstieg und den Rückbau der Kohleverstromung gewinnen Gaskraftwerke gerade in Süddeutschland nach seinen Worten zunehmend an Bedeutung.

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Weil die alte Anlage wegen des steigenden Strombedarfs nicht mehr ausreicht, plant der Netzbetreiber eine größere und modernere an anderer Stelle. Vier Flächen in der Nähe des Kraftwerks Anglberg sind in der engeren Auswahl.  Am 27. Januar können sich die Bürgerinnen und Bürger über das Vorhaben informieren.

Von Petra Schnirch

Wie aber passt das Vorhaben zu den Plänen von Onyx Power, Strom und Wärme im Energiepark Zolling bis 2035 klimaneutral zu produzieren? Das Gas- und Dampfturbinenkraftwerk werde so geplant, dass es langfristig mit Wasserstoff betrieben werden könne, sagt Viktoria Schierenbeck. Am Energiepark Zolling lägen zwei Gasleitungen an. Eine davon solle als Teil des europäischen Wasserstoffverbundnetzes perspektivisch von 2030 an sukzessive auf Wasserstoff umgestellt werden. Onyx Power habe sich bereits einen Anschluss gesichert. Parallel dazu arbeite man für die Fernwärmeversorgung der Region ebenfalls an einem Verzicht auf fossile Brennstoffe.

Anfang 2025 endete der kommerzielle Betrieb des Steinkohlekraftwerks in Anglberg, bleibt als Netzreserve aber erhalten. Das Kraftwerk verfüge als eines der wenigen in Deutschland über eine sogenannte Schwarzstartfähigkeit, wie es auf der Website des Betreibers heißt. Im Falle eines Blackouts wäre der Standort in der Lage, über eine Gasturbinenanlage die Stromproduktion im Kohleblock anzuschieben. Mit der gewonnenen Energie könnten weitere Kraftwerke in der Umgebung angetrieben und somit das Stromnetz wiederaufgebaut werden. Der alte Kohleblock fünf hatte eine Leistung von 470 Megawatt.

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