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ÖDP in Neufahrn und Eching:Klare Pläne für die Kommunalwahl

Felix Bergauer bleibt Vorsitzender der ÖDP Neufahrn/Eching. Er steht auch auf Platz eins der Kandidatenliste für die Kommunalwahlen 2020. Ob es einen ÖDP-Bürgermeisterkandidaten geben wird, steht noch nicht fest.

(Foto: Marco Einfeldt)

Der gemeinsame Ortsverband wählt erneut den Neufahrner Felix Bergauer zum Vorsitzenden. Die Ziele für die Kommunalwahl sind klar: Verdoppelung der Mandate im Neufahrner Gemeinderat und der Einzug in den Echinger

Auch die ÖDP wird in Neufahrn möglicherweise einen eigenen Bürgermeisterkandidaten ins Rennen schicken. "Wir tragen uns mit dem Gedanken", hieß es in der Jahreshauptversammlung des Ortsverbandes Neufahrn/Eching. Hoffnungen auf einen Wahlsieg macht man sich zwar nicht, sieht eine Kandidatur aber als "taktischen Vorteil" bei der Verfolgung des Hauptziels: Die ÖDP visiert drei Plätze im Neufahrner Gemeinderat an, um mindestens zwei zu erreichen, wie Vorsitzender Felix Bergauer es ausdrückte. Die entsprechende Liste "steht im Prinzip" schon, sagte der momentan einzige ÖDP-Gemeinderat Florian Pflügler, der auch Umwelt- und Verkehrsreferent ist. Voraussichtlich im November findet die Nominierungsversammlung statt.

Noch nicht vertreten ist die ÖDP im Echinger Gemeinderat. Wie sie hier vorgeht, ist noch offen. Eine eigene Liste ist ebenso im Gespräch wie die Zusammenarbeit mit einer weiteren Gruppierung. Für eine eigene Liste bräuchte die ÖDP mindestens acht Bewerber und 180 Unterstützerunterschriften. Einen ÖDP-Bürgermeisterkandidaten wird es in Eching aber sicher nicht geben. Laut Vorstandsmitglied Markus Hiereth überlegt man, ob die ÖDP, wie andere Gruppierungen, den parteilosen Amtsinhaber Sebastian Thaler unterstützten soll. Zunächst will man ihn nun "inhaltlich abklopfen" und da vor allem bei den Themen Klimaschutz, Verkehr und Wohnungsbau nachhaken. Erst dann fällt die Entscheidung über eine Unterstützung.

Die Haltung von Gemeinde und Bevölkerung zu ÖDP-Themen habe sich verändert

Der Neufahrner Gemeinderat Florian Pflügler stellte in seinem Rückblick fest, dass sich die Haltung zu vielen ÖDP-Themen in den vergangenen Jahren gewandelt habe - im Gemeinderat wie in der Bevölkerung. Vor der von ihm forcierten Einführung der Ortsbuslinie zum Beispiel habe es heftige Proteste gegeben. Auf die Pläne für die Anbindung der nördlichen Ortsteile hätte er nun aber nur positive Rückmeldungen bekommen, obwohl die Route auch den früher umstrittenen Weg im Neufahrner Süden noch beinhalte. Es sei eine "deutliche gesellschaftliche Veränderung" zu spüren, so Pflügler, das "entwickelt sich stark". Auch die veränderte Haltung im Gemeinderat sei das "Spiegelbild gesellschaftlicher Entwicklung". Deutlich verbessert haben sich damit nach Ansicht von Pflügler auch die Chancen, ein weiteres großes Ziel zu erreichen: Eine Energiewende mit Unterstützung einer hauptamtlichen Kraft im Rathaus, wie es sie mittlerweile auch beim Verkehr gebe. So etwas sei im Gemeinderat inzwischen durchaus mehrheitsfähig, ist Pflügler überzeugt, der auch auf ein Klimaschutzkonzept hinarbeitet.

Der ÖDP-Ortsverband Neufahrn/Eching hat aktuell 20 Mitglieder, wobei Neufahrn etwas stärker vertreten ist. An der Spitze steht weiter Felix Bergauer aus Massenhausen. Er war 2018 auch ÖDP-Landtagskandidat. Der Wahlkampf sei stark vom Volksbegehren Artenvielfalt geprägt gewesen, das letztlich ja auch von der ÖDP gekommen sei, stellte er in der Versammlung fest. Eines der Themen, mit denen er bei den nächsten Wahlen "nach außen gehen" will: Die ÖDP nehme als einzige Partei keine Firmenspenden an, das mache sie auch unabhängiger.

Zu Bergauers neuer Stellvertreterin im Ortsvorstand wurde Anna Hinge (Massenhausen) gewählt, die damit Nachfolgerin von Markus Hiereth (Günzenhausen) ist. Dieser ist weiter Schriftführer. Beisitzer sind Julia Elsinghorst (Neufahrn), Florian Pflügler (Neufahrn), Susanne Rauschmayer (Eching) und Leon Nissen (Massenhausen).