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Neustifter Feld:Kompromiss angedeutet

Die Pläne der Stadt sehen für das Neustifter Feld mehrheitlich Geschosswohnungsbau vor.

(Foto: Google Earth)

Anwohner haben mit Freisings OB Tobias Eschenbacher über die Pläne für eine Bebauung gesprochen.

Von Thilo Schröder, Freising

In der Rubrik "Update" beleuchtet die Freisinger SZ aktuelle Entwicklungen bei verschiedenen Projekten im Landkreis. Auf welchem Stand ist das jeweilige Vorhaben? Was wurde schon umgesetzt und was ist das Ziel? Diesmal geht es um die geplante Bebauung des Neustifter Felds und die Kritik der Bürgerinnen und Bürger daran.

Der Stellungnahme einer Anwohner-Initiative haben sich mittlerweile rund 700 Neustifterinnen und Neustifter angeschlossen. Am Montag nun haben sich die drei Initiatoren Michael Stockwald, Georg Brunner und Kurt Dittrich mit Oberbürgermeister Tobias Eschenbacher (FSM) und Stadtbaumeisterin Barbara Schelle ausgetauscht. Stockwald spricht von einem "guten, fairen und konstruktiven Gespräch". Die Stadt habe entlang ihrer städtebaulichen Ziele dargelegt, dass es mehr geförderten Wohnraum und auch unabhängig von der geplanten Bebauung einen weiteren Kindergarten in Neustift brauche.

Konkrete Zusagen macht die Stadt keine

Mit Blick auf die Sorgen der Anwohnenden ob der Art der Bebauung habe der OB eine mögliche Kompromisslösung angedeutet, jedoch zunächst keine konkreten Zusagen gemacht. "Wir hätten uns natürlich Zusagen erhofft, aber so weit ist man jetzt noch nicht gegangen", sagt Stockwald. Er und seine Mitstreiter gehen davon aus, dass für eine maßvolle Bebauung die derzeitige Planung um die Hälfte reduziert werden muss. Zudem sieht die Initiative einen Bedarf an Einfamilienhäusern, für die Stadt sei dies jedoch nicht denkbar.

Die Pläne der Stadt sehen für das Neustifter Feld mehrheitlich Geschosswohnungsbau vor. Auch die Stadt bewertet das Gespräch auf Nachfrage als "durchaus konstruktiv". Dessen Inhalte würden zusammen mit den Rückäußerungen und Anregungen aus der Bürgerinformation, zu der man vor Ort aufgerufen hatte, in einem Sachbericht berücksichtigt. Das Neustifter Feld werde am kommenden Mittwoch, 28. Juli, im Planungsausschuss behandelt.

Grüne und SPD haben sich mit den Anliegen befasst

Über die Art der Bebauung dürfte in dem Gremium durchaus kontrovers debattiert werden, nachdem man im Februar die vorliegenden Pläne noch positiv bewertet hatte. Der Anwohner-Initiative zufolge, hat die Grünen-Fraktion einen Antrag gestellt, die Planung nicht unter reduzierter Öffentlichkeitsbeteiligung in einem beschleunigten Verfahren durchzuführen. Die SPD-Fraktion habe die Anliegen der Anwohnenden bei einem Ortstermin aufgenommen. "Auch in diesem Gespräch wurde deutlich, dass die Planung in der vorliegenden Form kaum vorstellbar ist."

© SZ vom 21.07.2021/ilos
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