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Kommunalwahl in Neufahrn:Freie Wähler: Der "Methusalem" steht wieder zur Wahl

30 Gemeinderäte ziehen bei den Kommunalwahlen im März in das Neufahrner Rathaus ein. Die Freien Wähler haben jetzt ihre Liste präsentiert.

(Foto: Marco Einfeldt)

Josef Eschlwech kandidiert in Neufahrn erneut für den Gemeinderat. Freie Wähler präsentieren ihre Liste.

Die Freien Wähler haben ihre Gemeinderatsliste für die Kommunalwahl 2020 aufgestellt, und zwei langjährige Gemeinderäte sind nicht mehr dabei: Alfred Oberlader hört auf, und auch Markus Funke zieht sich zurück. Diese Personalie fällt insofern auf, als der frühere FDP-Gemeinderat erst im Herbst zusammen mit Christopher Aichinger zu den Freien Wählern gewechselt war. Es habe sich aber unabhängig davon "nach und nach so ergeben", dass er nach zwölf Jahren eigentlich nicht mehr weitermachen wolle, erklärte er auf SZ-Anfrage. Die Arbeit im Gemeinderat mache ihm einfach "nicht mehr wirklich Spaß". Außerdem habe er beruflich ein hohes Arbeitspensum, sagte der selbständige Handwerker, und eigentlich wolle er mehr Zeit für die Familie haben.

Die übrigen sieben amtierenden FW-Gemeinderäte machen weiter - allen voran Norbert Manhart als Bürgermeister- und Spitzenkandidat. Er war erst vor kurzem von den Grünen zu den Freien Wählern gegangen. Auf Platz zwei der Liste steht erwartungsgemäß der Ortsvorsitzende Manfred Holzer, gefolgt von Öffentlichkeitsreferent Bodo Pfeiffer, Petra Heilgemair und dem stellvertretenden Ortsvorsitzenden Uli Ebner. Auf Platz sechs ist der mit 28 Jahren jüngste männliche Kandidat, Christoph Hepting. Die 21-jährige Julia Burglechner ist die jüngste weibliche Bewerberin auf der Liste, auf der nur acht Frauen stehen.

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Bislang gibt es nur eine Frau in der Fraktion

Die bislang einzige Frau in der Fraktion, Stephanie Pflügler, bewirbt sich auf Platz sieben. Ihre Kollegen Matthias Caven, Christopher Aichinger, Michael Rottenkolber, Kindergarten- und Schulreferent Josef Eschlwech sowie Dritter Bürgermeister Thomas Seidenberger stehen auf den Pätzen acht, neun, elf, zwölf und 17. Eschlwech ist seit 1990 im Gemeinderat und damit der dienstälteste Mandatsträger. Bei seiner Vorstellung bezeichnete sich der Grundschulrektor selbst schmunzelnd als "Methusalem des Gemeinderats".

Die Kandidaten

1. Norbert Manhart, 2. Manfred Holzer, 3. Bodo Pfeiffer, 4. Petra Heilgemair, 5. Uli Ebner, 6. Christoph Hepting, 7. Stephanie Pflügler, 8. Matthias Caven, 9. Christopher Aichinger, 10. Julia Burglechner, 11. Michael Rottenkolber, 12. Josef Eschlwech, 13. Edgar Oberprieler, 14. Sahin Özerdem, 15. Renate Batshoun, 16. Helmut Wenger, 17. Thomas Seidenberger, 18. Josef Steinberger, 19. Samir Batshoun, 20. Ute Buschendorf, 21. Dieter Brunhuber, 22. Alfons Rattenberger, 23. Anita Egger, 24. Torsten Buschendorf, 25. Giovanna Stark, 26. Klaus Schmitzer, 27.Heinz Unterholzner, 28. Elisabeth Unterholzner, 29. Alberto Baldini, 30. Otto Banek, Ersatz: Robert Eckardt, Lisa Nowak, Georg Kölbl. bg

Es sei eine "super Liste" mit "hervorragenden Kandidaten",, lobte der Landtagsabgeordnete Benno Zierer. Nun gehe es darum, die Bewerber und ihre Ziele im Wahlkampf "rüberzubringen". Knapp 150 Tage sind es noch bis zur Kommunalwahl, welche die Neufahrner Gruppierungen diesmal vor besonders große Herausforderungen stellt: Erstmals werden nicht mehr nur 24, sondern 30 Gemeinderäte gewählt. Entsprechend mehr Kandidaten werden gebraucht, und sie sollen nach Möglichkeit nicht nur den Hauptort Neufahrn, sondern auch die dazugehörigen Dörfer repräsentieren.

Das Wahlziel steht für die Freien Wähler fest: Sie wollen wieder die stärkste Fraktion im Gemeinderat stellen und dazu den Bürgermeister, so wie es bis 2014 mit Rainer Schneider der Fall war, ehe diesen Franz Heilmeier von den Grünen ablöste.