„Green Campus“Rückschlag für Neufahrner Hightech-Gewerbe-Pläne

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Die Gemeinde Neufahrn will in der Nähe der Spedition Dachser Hightech-Firmen ansiedeln. Doch daraus wird erst einmal nichts.
Die Gemeinde Neufahrn will in der Nähe der Spedition Dachser Hightech-Firmen ansiedeln. Doch daraus wird erst einmal nichts. (Foto: Marco Einfeldt)
  • Die Asto Group hat sich als Investor für den geplanten "One High Tech Green Campus" in Neufahrn-Mintraching zurückgezogen.
  • Das Gewerbegebiet sollte KI-Unternehmen ansiedeln und Neufahrn vom Image eines reinen Logistik-Standorts befreien.
  • Bereits 2022 hatte sich der erste Investor Jost Energy AG zurückgezogen, die Zukunft des Projekts ist nun offen.
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Die Gemeinde Neufahrn wollte in Mintraching auf einem innovativen und nachhaltigen Campus Firmen aus der KI-Branche ansiedeln. Doch nun hat sich der Investor zurückgezogen – wieder einmal.

Von Francesca Polistina, Neufahrn

Die Erwartungen waren hoch: Im April 2023 stellte das Gilchinger Unternehmen Asto Group dem Neufahrner Gemeinderat sein Konzept für ein Gewerbegebiet im Ortsteil Mintraching vor. Dieses sollte Industrie und Wissenschaft kombinieren und besonders die Ansiedlung von Unternehmen im KI-Bereich unterstützen. Fast ein Jahr später, im Februar 2024, unterzeichneten die Gemeinde und der Investor eine Grundlagenvereinbarung, die den ersten Schritt zur Umsetzung des Vorhabens darstellte. Doch nun ist das Projekt überraschend geplatzt.

Der „One High Tech Green Campus“, so der offizielle Name des geplanten Gewerbegebietes, sollte südlich der Römerstraße entstehen. Die Gemeinde Neufahrn beabsichtigt schon seit Langem, dort ein ökologisches und innovatives Gewerbegebiet zu errichten, um zukunftsorientierte Firmen anzulocken, ihre Finanzen zu stärken und sich endgültig vom Stempel Neufahrn als Logistik-Standort zu trennen. Daraus wird erstmal nichts: Der erste interessierte Investor, das Unternehmen Jost Energy AG, hatte sich bereits Anfang 2022 zurückgezogen. Nun hat sich auch der Nachfolger verabschiedet. Warum genau, ist nicht klar: Die Asto Group hat auf eine Anfrage der SZ nicht reagiert. Möglich wäre, dass sich das Interesse der infrage kommenden Firmen an dem Projekt in Grenzen hielt.

Wie es nun weitergeht, ist offen. Bürgermeister Franz Heilmeier (Grüne) bedauert, dass die Asto Group ihre ursprüngliche Projektidee nicht weiterverfolgt, betont aber, dass das Gesamtkonzept fortgeführt werden soll. „Wir halten perspektivisch daran fest, unseren Standort als Schnittstelle von Forschung, Technologie und Wirtschaft nachhaltig zu stärken“, sagt er. Im März finden die Kommunalwahlen statt und Heilmeier hat angekündigt, nach zwei Amtszeiten nicht mehr anzutreten. Konkrete Entscheidungen über die Zukunft des Gewerbegebietes werden deshalb in den Händen des neuen Bürgermeisters, des Gemeinderats – und der Investoren liegen.

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