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Gastronomie in Neufahrn:Spätestens im März ist beim Gumberger Schluss

Eine Traditionsgaststätte verschwindet. Das Gasthaus Gumberger in Neufahrn schließt im neuen Jahr. Es bleibt nur noch der Hotelbetrieb.

(Foto: Marco Einfeldt)

Der Gasthof in der Gemeinde wird 2021 schließen. Das Hotel bleibt weiter bestehen.

Von Birgit Grundner, Neufahrn

Das Gerücht hat schon länger in Neufahrn die Runde gemacht, mittlerweile ist es aber bestätigt: Der Gasthof Gumberger an der Dietersheimer Straße wird Anfang nächsten Jahres geschlossen. Das Hotel wird als Hotel garni weitergeführt - es wird dort also nur noch Frühstück, aber keine warmen Mahlzeiten mehr geben. Letztlich haben viele Gründe zu dieser Entscheidung geführt. Corona sei dann nur noch das "i-Tüpfelchen" gewesen, sagt Juniorchef Maximilian Gumberger.

Corona sei das "i-tüpfelchen" gewesen, sagt Juniorchef Maximilian Gumberger

Die Gaststätte an diesem Standort - direkt an der Hauptkreuzung von Neufahrn - hat eine lange Geschichte. Vor 36 Jahren entstand der Neubau-Komplex in seiner jetzigen Form - samt dem Saal, in dem dann viele Hochzeiten und sonstige Großveranstaltungen stattfanden. In der Küche lag der Fokus immer auf bayerischen Gerichten. "Die Jüngeren gehen aber nicht mehr so in bayerische Wirtschaften", bedauert Maximilian Gumberger. Hinzu kommt, dass seine Eltern sich langsam von der Leitung des Hauses zurückziehen wollen und außerdem die Personalsuche immer schwieriger wird. Auch wären nach 36 Jahren höhere Investitionen nötig, erklärt der Juniorchef. Dabei wisse momentan niemand, wie es mit der Gastronomie überhaupt weitergeht.

Wann genau die Gaststätte dicht gemacht wird, kann Maximilian Gumberger zum jetzigen Zeitpunkt allerdings noch nicht genau sagen. Das hänge letztlich auch von der weiteren coronabedingten Entwicklung ab, erklärt er. Spätestens am 31. März werde aber Schluss sein. Die Gasträume werden dann erst einmal stillgelegt. Inwieweit das Hotel auch weiterhin noch Tagungsmöglichkeiten im Saal anbieten wird, ist indes noch nicht entschieden.

© SZ vom 26.11.2020/ilos
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