NeufahrnZeugnis von den "alten Neufahrnern"

Die Archäologen sind sich sicher: Für die Ortsgeschichte ist der Fund von sieben vollständig erhaltene Skelettes im Frühjahr 2021 bei archäologischen Untersuchungen am Pfarrweg "sensationell". Die Leichen sind etwa 1200 Jahre alt. Ihre Gräber waren Teil einer Ansiedlung aus der Karolinger-Zeit, also um 800 nach Christus. Man fand die Spuren von mindestens einem Langhaus und von 14 Grubenhäusern. Die Funde stellen einen ganz wichtigen Beleg für die Frühzeit des Ortes Neufahrn dar, wie Ernest Lang, Vorsitzender des Heimat- und Geschichtsverein Neufahrn schreibt. Wegen der Nähe zur alten Kirche gehören die früheren Häuser zum heutigen alten Ortskern. Diese "alten Neufahrner" lebten etwa zur Zeit der ersten urkundlichen Erwähnung des Ortes 804. Bei den Sanierungsarbeiten für das alte Mesnerhaus wurden zudem mehr als 100 Gräber aus früheren Jahrhunderten freigelegt, ebenfalls mit Skelettfunden. Und schließlich fand man im Frühjahr dieses Jahres bei Bauarbeiten zwischen Neufahrn und Mintraching ein Hockergrab, in dem vor etwa 3000 Jahren ein Mensch bestattet wurden. Kreisarchäologin Delia Hurka wird bei einer Veranstaltung des Vereins am Dienstag, 15. November, um 19.30 Uhr in der Gaststätte Maisberger ausführlich von den archäologischen Funden berichten. Der Eintritt ist frei.

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