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Neue Infotafel in Neufahrn:Geheimnisvolles Sühnekreuz

Der "Umzug" liegt schon sieben Jahre zurück: Das steinerne Kreuz, das lange in einem Privatgarten am Josef-Zauser-Weg stand, wurde 2013 auf den Friedhof der Kirche Sankt Wilgefortis umgesetzt. In den nächsten Tagen will der Heimat- und Geschichtsverein nun eine Tafel anbringen, auf der die Geschichte des Kreuzes erklärt wird. Lange hatte man vermutet, dass es eine Verbindung zu dem Holzkreuz gibt, das nach der Ortslegende einst entgegen der Strömung auf der Isar bis Grüneck geschwommen und von Holzfällern geborgen worden ist. Mit einem Ochsenwagen wurde es nach Neufahrn gebracht. Die Tiere sollen an eben jener Stelle stehen geblieben sein, die später das Steinkreuz markierte. Das Holzkreuz wiederum, dem später Wunder zugeschrieben wurden, hat Neufahrn und die jetzige Alte Kirche zum Wallfahrtsziel gemacht. Inzwischen geht man davon aus, dass es sich bei dem Steinkreuz um ein jahrhundertealtes Sühnekreuz handelt, das wohl als Buße für eine "Missetat" aufgestellt worden war.

© SZ vom 24.10.2020 / bg
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