Nach dem Hochwasser im Sommer:Für den Ernstfall gewappnet sein

Nach dem Hochwasser im Sommer: Starkregenereignisse mit überfluteten Kellern werden sich häufen.

Starkregenereignisse mit überfluteten Kellern werden sich häufen.

(Foto: Marco Einfeldt)

Echinger Gemeinderat billigt einstimmig einen Antrag der Grünen, ein Starkregen-Management zu entwickeln

Von Klaus Bachhuber, Eching

Im Sommer hat anhaltender Regen unter anderem die Echinger Musikschule geflutet und dort Kellerräume zerstört. Parallel war das Hochwasser in Nordwest-Deutschland ein spektakuläres und dramatisches Naturereignis. Das Echinger Rathaus will nun ein Starkregen-Management aufstellen, um für derartige Eventualitäten gewappnet zu sein. Einstimmig billigte der Gemeinderat einen entsprechenden Antrag der Grünen, die nach dem Sommer unmittelbar reagiert und eine Auseinandersetzung mit den potenziellen Gefahren gefordert hatten.

Die Gemeinde werde das "stufenweise angehen", sagte Bauamtsleiter Thomas Bimesmeier. 2022 soll erst mal eine Grundlagenermittlung in Auftrag gegeben werden, also wo Hochwasser, Überschwemmungen oder fehlender Ablauf von Wasser zu erwarten seien. Hier werde es über das Gemeindegebiet verteilt "sehr unterschiedliche Betroffenheiten geben", erwartet Bauamtsleiter Thomas Bimesmeier. Daraus könne man unterschiedliche Strategien entwickeln. CSU und FW regten an, zusätzlich zur konzeptionellen Arbeit auch noch Sofortmaßnahmen zu prüfen. Diverse Abflussschächte könnten bei optimaler Pflege wohl mehr Wasser aufnehmen, erwartet Christoph Gürtner (FW). Georg Bartl (CSU) erinnerte, dass etwa der Lange Weiher, ein Ablaufreservoir für Günzenhausen, seit Jahrzehnten nicht mehr ausgeräumt worden sei, er müsse komplett verschlammt sein.

Der Echinger Bürgermeister Sebastian Thaler bestätigte in der Gemeinderatsitzung, dass der Schaden in der Musikschule auch dadurch befördert worden sei, dass die Ablaufschächte der Staatsstraße nicht mehr für ihre nötigen Kapazitäten hergerichtet gewesen seien. Das Staatliche Bauamt habe die Schächte danach jedoch unverzüglich gereinigt. Bauamtsleiter Bimesmeier versicherte, die Gemeinde Eching werde für die Schächte, die in ihrer Zuständigkeit liegen, künftig "stärker dahinter her sein".

Im Antrag der Echinger Grünen hieß es, die Starkregenereignisse im Sommer hätten "gezeigt, dass wir insbesondere im Bereich der Versickerung und bei einer Reihe von gemeindlichen Gebäuden Probleme im Gemeindegebiet haben". Man müsse sich daher "ernsthaft vorbereiten, um für extreme Starkregenereignisse gerüstet zu sein".

Zur SZ-Startseite

Lesen Sie mehr zum Thema

Süddeutsche Zeitung
  • Twitter-Seite der SZ
  • Facebook-Seite der SZ
  • Instagram-Seite der SZ
  • Mediadaten
  • Newsletter
  • Eilmeldungen
  • RSS
  • Apps
  • Jobs
  • Datenschutz
  • Kontakt und Impressum
  • AGB