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Nach Anwohnerprotesten:Rolle rückwärts

Gemeinderat Allershausen kippt Parkverbot für Schroßlach

Der Gemeinderat in Allershausen erlässt nun doch kein Parkverbot im Ortsteil Schroßlach. Ein entsprechender Beschluss ist in der jüngsten Sitzung nach Anwohnerprotesten bei einer Gegenstimme wieder aufgehoben worden. Die Schilder sind ohnehin noch nicht bestellt.

Das Gremium hatte sich erst vor gut einem Monat nach einer Unterschriftensammlung mit 25 Unterzeichnern für das Parkverbot ausgesprochen. Danach regte sich in der kleinen Ortschaft massiver Widerstand. Auch diesmal ging bei der Gemeinde eine Unterschriftenliste ein. Anders als bei der ersten hatten sich da vor allem Anwohner eingetragen. "Da tun sich Fronten auf", sagte Josef Lerchl (SPD). Er meinte, "das muss man doch so hinkriegen", ohne Verbot. Außerdem habe sich die Situation bereits verbessert.

Ein Ärgernis ist, dass der Straßenrand in Schroßlach immer wieder zugeparkt wird, einige der Autos sind gar nicht zugelassen. Weil die Fahrbahn teils sehr eng ist, kommen Landwirte, Anlieferer, Winterdienst und Feuerwehr mit größeren Fahrzeugen deshalb mitunter kaum durch. Helmut Zwingler (CSU) und Max Raith (PFW) sprachen sich für eine Vertagung aus. Er könne beide Seiten verstehen, sagte Raith und schlug vor, das Thema bei einem Treffen mit den Betroffenen zu diskutieren. Zweiter Bürgermeister Martin Vaas (PFW), der die Sitzung leitete, wollte jedoch gleich abstimmen lassen. Er habe kein Problem damit, den Beschluss aufzuheben, sagte er. Die Anwohner "müssen damit leben, ich nicht". Die Straße sei eine Sackgasse, es gebe dort keinen Durchgangsverkehr. Um nicht angemeldete Autos zu entfernen, brauche es gar kein Parkverbot, warf Christian Gührs (PFW) ein. Da reiche es, wenn Gemeindemitarbeiter ein Wapperl drauf kleben, vier Wochen später könne der Wagen abgeschleppt werden. Nur Ursula Kopp (PFW) hielt am alten Beschluss fest. Es gebe in Schroßlach immer wieder Beschwerden von Landwirten über parkende Fahrzeuge. Bisher habe die Gemeinde immer weggeschaut.