Musikschule Hallbergmoos-Neufahrn:Talente erkennen und fördern

Musikschule Hallbergmoos-Neufahrn: Harald Reents, Cornelia Fischer und Franz Heilnmeier (von links) bilden den Vorstand der neuen Musikschule Hallbergmoos-Neufahrn.

Harald Reents, Cornelia Fischer und Franz Heilnmeier (von links) bilden den Vorstand der neuen Musikschule Hallbergmoos-Neufahrn.

(Foto: Marco Einfeldt)

Cornelia Fischer ist die erste Leiterin der neuen Musikschule Hallbergmoos-Neufahrn. Derzeit läuft die Anmeldung.

Von Alexandra Vettori, Hallbergmoos

Die erste Leiterin der neuen Musikschule Hallbergmoos-Neufahrn heißt Cornelia Fischer, so hat es der Trägerverein beschlossen. Die 38-Jährige hat schon bisher die Musikabteilung der Hallbergmooser Volkshochschule geleitet, die künftig in der interkommunalen Musikschule aufgehen wird. Fischer hat Musikpädagogik und Musikwissenschaften studiert, mit Hauptinstrument Blockflöte, spielt auch Cembalo und hat in elementarer Musikpädagogik promoviert. "Und dann bin ich in die administrative Leitung gerutscht", erzählte sie mit einem Lächeln, vor gut zehn Jahren war das. Seither habe sie nebenbei auch ein Zusatzstudium in Musiktherapie absolviert. "Cornelia Fischer ist die Personifizierung des fachlichen Qualitätsanspruchs der Musikschule", lobte Neufahrns Bürgermeister Franz Heilmeier bei der Präsentation der neuen Leiterin am Mittwoch.

Derzeit läuft die Anmeldung für das neue Musikschuljahr, fristgerecht dazu ist die Homepage online gegangen, zu sehen unter musikschule-hn.de. Eines weiß Cornelia Fischer bereits: "Wir werden mittelfristig neue Musiklehrer brauchen, vor allem in Neufahrn." Derzeit beschäftigt man 20 Lehrkräfte, alle kommen aus der ehemaligen Musikabteilung der Hallbergmooser Volkshochschule. Es sei das Ziel, sowohl in Hallbergmoos, als auch in Neufahrn das komplette Basisangebot bieten zu können. An Anfang allerdings werden die meisten Musikstunden in Hallbergmoos stattfinden, denn hier gibt es bereits Räume und Ausstattung. In Neufahrn sind die neue Grundschule, die Mittelschule und sonstigen gemeindliche Einrichtungen im Focus, "da müssen wir erst mal schauen, das erste Jahr wird ein bisschen ein Versuchsjahr", sagte Neufahrns Bürgermeister Heilmeier. Die Hallbergmooser Musiklehrer seien jedenfalls alle bereit, für den Unterricht auch nach Neufahrn zu fahren, kündigte Fischer an.

Auch eine Zusammenarbeit mit Kindergärten und -krippen ist denkbar

Wer sich für den Musikunterricht interessiert, hat reiche Auswahl: Ganz neu ist Trompete, dazu gibt es Block- und Querflöte, Klarinette, Saxofon, Klavier, Cembalo, Akkordeon und Gitarre, klassisch und elektrisch, Geige, Bratsche, Cello, Schlagzeug, Gesang und Orchester. Auch das bisherige Vhs-Kammerorchester wird in die Musikschule integriert. Dazu gibt es musikalische Früherziehung und Eltern-Kind-Kurse. Cornelia Fischer kann sich auch gut eine Zusammenarbeit mit Kindergärten und -krippen vorstellen. Gleichzeitig aber, betonte sie, sei es Ziel, Talent und Engagement zu erkennen und zu fördern. "Wir legen viel Wert auf Ensemblespielen und bieten den Schülern viele Auftrittsmöglichkeiten, auch in München", so Fischer. Für Neufahrner Kinder, die schon bisher Musikunterricht in Hallbergmoos nahmen, wird es in Zukunft günstiger. Für sie fällt nämlich der Auswärtigenzuschlag weg, den sie bisher zusätzlich zu den 84 Euro monatlich für je eine Musikstunde pro Woche zahlen mussten.

Der Hallbergmooser Bürgermeister Harald Reents lobte die Zusammenarbeit zwischen Neufahrner und Hallbergmoos beim Aufbau der neuen, gemeinsamen Strukturen: "Das läuft mit einher Reibungslosigkeit, die bemerkenswert ist. Hier ziehen ausnahmslos alle Beteiligten an einem Strang. Das läuft einfach."

© SZ vom 21.06.2019/lada
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