FreizeitMit Kindern ins Museum: Sechs Tipps im Münchner Umland

Lesezeit: 8 Min.

Die Masken der Kirchseeoner Perchten spielen oft mit tierischen Motiven. Im „Maskeum“ kann man sie in aller Ruhe bestaunen.
Die Masken der Kirchseeoner Perchten spielen oft mit tierischen Motiven. Im „Maskeum“ kann man sie in aller Ruhe bestaunen. (Foto: Christian Endt)
  • Sechs Museen im Münchner Umland bieten spezielle Programme für Familien mit Kindern, darunter interaktive Workshops, Führungen und kreative Aktivitäten.
  • Das Maskeum in Kirchseeon zeigt Perchten-Masken und -Kostüme, während das Urzeitmuseum Taufkirchen Dinosaurier-Skelette und ein Ausgrabungsfeld für Kinder präsentiert.
  • Das neue Carl Orff Museum in Dießen lädt Kinder zum Musikmachen ein, das Franz-Marc-Museum in Kochel bietet Kunstworkshops in den Ferien an.
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Dinos und Furcht einflößende Perchten bestaunen, Musik machen, das harte Leben anno dazumal kennenlernen oder große Kunst spielerisch entdecken: Ausstellungsbesuche mit der ganzen Familie können viel Spaß bereiten. Einige Empfehlungen aus Freising, Taufkirchen/Vils, Kirchseeon, Schöngeising, Dießen und Kochel.

Von SZ-Autorinnen und -Autoren, München

Es ist die Frage, die sich viele Eltern am Wochenende stellen, vor allem, wenn die Tage kalt und regnerisch sind: Was tun? In der Region um München gibt es viele Museen, die sich für einen Ausflug mit Kindern eignen. Hier finden Sie eine Auswahl.

Maskeum in Kirchseeon

Eine massige Statur, eingehüllt von langen Zotteln, dazu eine hässliche Fratze mit Glubschaugen und langen Reißzähnen, Glocken am Gürtel, die bei jeder Bewegung laut schellen: Ja, so eine Percht kann schon Furcht einflößend sein. Insofern ist es kein Wunder, dass das Verhältnis der Jugend zu den Kirchseeoner Glücksbringern ein ambivalentes ist: Manche Kinder sind glühende Fans ganz ohne Scheu, andere verstecken sich lieber schnell hinter der Mama, wenn der wilde, winterliche Reigen vorüberzieht.

Fasziniert aber, das ist ebenfalls klar, sind sie alle. Und deswegen ist ein Besuch des „Maskeums“, des einzigen Perchten-Museums in Deutschland, auch für Familien absolut empfehlenswert. Denn hier können sich die Mädchen und Buben mal in aller Ruhe mit diesem alpenländischen Brauchtum sowie seinen fantasievollen Figuren auseinandersetzen – und, wenn nötig, so richtig anfreunden: Endlich dürfen sie die vielen Masken und Kostüme mal aus nächster Nähe und völlig angstfrei bestaunen.

Das „Maskeum“  in Kirchseeon begeistert mit einer mystischen Atmosphäre.
Das „Maskeum“  in Kirchseeon begeistert mit einer mystischen Atmosphäre. (Foto: Christian Endt)

Das Maskeum begeistert mit einer mystischen Atmosphäre, vielen Exponaten sowie multimedialer Interaktion. Eine kostenlose App bietet begleitende Informationen zum Rundgang sowie hintergründiges Wissen zum Perchtenbrauch und dessen langjährige Verankerung in Kirchseeon. Es gibt Kurzfilme und Audioangebote. Kinder können zum Beispiel in einem gemütlichen Zelt Geschichten von mutigen jungen „Entdeckern“ des Brauchtums lauschen.

Leiter Rainer Eglseder empfiehlt das Museum ab einem Alter von vier, fünf Jahren. Ab einer Gruppengröße von 15 Personen dürften kleine und große Besucher im Maskeum auch gerne selbst kreativ werden und gemeinsam malen. Außerdem können Führungen gebucht werden, Anfragen sind per E-Mail an info@maskeum.de zu richten. Und auch der Museumsshop hat etwas für Kinder im Angebot: kleine Sammelmasken sowie ein Buch über die „Magie der Perchten“. In mehreren Kurzgeschichten wird da das geheimnisvolle Brauchtum kindgerecht beleuchtet. Und natürlich erzählt das Buch auch davon, wie ängstliche Bewunderung sich plötzlich wandeln kann in mutige Begeisterung. Anja Blum

Maskeum in Kirchseeon: geöffnet von 1. November bis Ende Januar jeweils samstags und sonntags von 10 bis 16 Uhr, im Februar nur jedes zweite Wochenende. Nähere Informationen gibt es auf der Homepage www.maskeum.de. Der Eintritt ist frei, Spenden willkommen.

Urzeitmuseum in Taufkirchen

Der Gründer des Urzeitmuseums Taufkirchen, Peter Kapustin, sowie seine beiden Söhne Alexander und Constantin machten 2024 Schlagzeilen, als sie in einer Sandgrube im Landkreis Erding drei weitgehend erhaltene Skelette von Urelefanten ausgruben. Derzeit finden die Umbauarbeiten im Museum bei laufendem Betrieb statt, um diesen Sensationsfund bis zum Sommer 2026 gebührend zu präsentieren. Doch das Museum hat weit mehr zu bieten als diese zehn Millionen Jahre alten Prunkstücke. Gezeigt werden mehr als 500 Ausstellungsstücke aus einer Zeitspanne von 200 Millionen Jahren. Mehr als zwei Drittel der Exponate sind Originale.

Zu sehen sind Skelette von Dinosauriern, einem Mammut, einem Riesenhirsch, von Höhlenbären und Urpferdchen, echte Dinoeier, ein versteinerter Fischsaurier, der drei Meter misst, oder die Überreste eines Furcht einflößenden Mosasauriers. Die Räume sind unterteilt in Epochen und detailreich gestaltet.

Beeindruckend ist die Dinohalle des Urzeitmuseums Taufkirchen, in der sich das Knochengerüst eines Langhalssauriers namens „Goliat“ befindet. Es ist das größte Dinosaurier-Skelett in Süddeutschland.
Beeindruckend ist die Dinohalle des Urzeitmuseums Taufkirchen, in der sich das Knochengerüst eines Langhalssauriers namens „Goliat“ befindet. Es ist das größte Dinosaurier-Skelett in Süddeutschland. (Foto: Renate Schmidt)

Auf einer Außenanlage tummeln sich mehr als 20 große Modelle, unter anderem ein Triceratops und ein riesiger Urzeit-Hai. Einige Pflanzen im Garten, etwa Magnolien, grünten und blühten bereits in der Urzeit, darüber hinaus ist auf dem Außengelände ein paläobotanischer Lehrpfad angelegt.

Zudem gibt es eine separate Dino-Halle. Darin aufgebaut ist unter anderem ein Brachiosaurus – inklusive Hals 18 Meter lang und zehn Meter hoch. Das Dino-Skelett ist ein montierter Abguss, die Originalknochen liegen darunter. Es ist das größte Dinosaurier-Skelett in Süddeutschland. Das Museum macht auf spielerische Art deutlich, dass das Menschenzeitalter nur ein Wimpernschlag in der Erdgeschichte ist.

Kinder können bei einer Museumstour Urzeit-Memory spielen und ein paar Rätselfragen lösen. Sie erfahren dabei auch, was es mit einem Meteoriteneinschlag auf sich hat, durchwandern das Jurazeitalter, betreten Bayerns letzten Urwald und reisen weiter bis zur Jungsteinzeit. Inspiriert von den Funden können sich die jungen Museumsbesucher sogar selbst versuchen und im Ausgrabungsfeld buddeln. Thomas Daller

Das Urzeitmuseum befindet sich am Attingerweg 9 in Taufkirchen/Vils. Geöffnet ist es samstags von 11 bis 17 Uhr, an Sonn- und Feiertagen sowie in den Schulferien von 10 bis 17 Uhr. Es bietet spezielle Führungen für Schulklassen und Kindergartengruppen an. Weitere Informationen unter https://urzeitmuseum.de

Diözesanmuseum in Freising

Gemälde, Ikonen, Skulpturen: Der Sammlungsbestand des Diözesanmuseums (Dimu) in Freising umfasst insgesamt 40 000 Objekte aus allen Bereichen kirchlicher Kunst und Kultur. Die Einrichtung gehört zu den größten religionsgeschichtlichen Museen weltweit, außerdem finden dort regelmäßig temporäre Ausstellungen wie die über die italienische Renaissance „Göttlich!“ statt. Auch das Gebäude des ehemaligen Knabenseminars auf dem Domberg, in dem das Dimu untergebracht ist, ist einen Besuch wert. Wer glaubt, das Museum sei für Familienausflüge nicht besonders geeignet, der irrt sich. Denn Kinder sind ausdrücklich willkommen.

An jedem Wochenende, besonders am Sonntag, findet im Museum eine offene Werkstatt statt, die für Kinder – aber auch Erwachsene – offen ist. Das Programm ist jedes Mal unterschiedlich: Mal werden Laternen gebastelt, mal Schatztruhen, Miniaturen oder Minikrippen gezaubert. Die Teilnahme an den Workshop-Angeboten beträgt fünf Euro, Erwachsene bezahlen zusätzlich auch den Museumseintritt. In der Werkstatt können auch Kindergeburtstage gefeiert werden. Workshops und Führungen für Schulklassen und Kitas sind im Dimu kostenlos.

Nicht nur schauen, sondern selbst malen und basteln: Am Wochenende bietet das Diözesanmuseum Freising ein Kinderprogramm an.
Nicht nur schauen, sondern selbst malen und basteln: Am Wochenende bietet das Diözesanmuseum Freising ein Kinderprogramm an. (Foto: Diözesanmuseum)

Wer den Domberg auf eigene Initiative kindgerecht erkunden möchte, dem kann das Mitmachheft mit der Schatzsuche helfen. Es ist an der Museumskasse sowie im Infopoint am Domplatz erhältlich. Im Museumsshop findet man übrigens auch das Kinderbuch des Museums „Was ist ein Schatz?“ von Uli Bildstein.

Es bleibt nur die Frage, wie man den Museumsbesuch mit Kindern am besten plant. Katharina Huys von der Kunstvermittlung rät dazu, sich im Vorfeld nicht zu sehr vorzubereiten. Die Neugierde zu wecken sei wichtig, sagt sie. Aber sie empfehlt gleichzeitig, sich von der Kunst vor Ort überraschen zu lassen und nicht alles als Eltern zu bestimmen, sondern das Kommando den Kindern zu überlassen. Auch wenn das bedeutet, sich Teile des Museums anzuschauen, die man gar nicht auf dem Schirm hatte. Francesca Polistina

Das Diözesanmuseum auf dem Freisinger Domberg ist dienstags bis sonntags von 9 bis 17 Uhr geöffnet. Die dauerhafte Lichtinstallation von James Turrell ist dienstags bis sonntags von 10 bis 11.30 Uhr und von 14.30 bis 16 Uhr begehbar. Nähere Informationen gibt es auf der Homepage www.dimu-freising.de.

Bauernhausmuseum Jexhof in Schöngeising

Schon im Jahr 1433 ist der Jexhof in Schöngeising im Landkreis Fürstenfeldbruck erstmals urkundlich erwähnt worden. Das Haus und der Rossstall, die seit 1987 als Bauernhofmuseum besucht werden können, wurden um 1755 errichtet. Sie zeigen heute, wie die Menschen früher gelebt haben, mit welchen Gerätschaften sie gearbeitet, was sie gegessen haben. Das geht teils weit zurück in die Vergangenheit, etwa bei einem Workshop zur Landwirtschaft in der Steinzeit. Wie fing das mit der Landwirtschaft an? Was haben die Menschen in der Steinzeit gegessen? Und wie haben sie gekocht – das sind Fragen, deren Antworten sich die Kinder selbst erarbeiten.  Überhaupt können sie beim Besuch des Bauernhausmuseums vieles ausprobieren. Denn das meiste darf auch angefasst werden.

Alte Bräuche, wie das „Oarwoagln“ zu Ostern, können Kinder auf dem Jexhof selbst ausprobieren.
Alte Bräuche, wie das „Oarwoagln“ zu Ostern, können Kinder auf dem Jexhof selbst ausprobieren. (Foto: Johannes Simon)

Am besten erkunden Familien den alten sorgfältig hergerichteten Bauernhof bei einer Führung oder einer (kostenpflichtigen) Veranstaltung. Davon gibt es in der Vorweihnachtszeit einige: Schutzengel aus Holzscheiteln werden da gebastelt oder Krippenfiguren aus Wolle, Plätzchen gebacken und Paradeiserl gesteckt – schöne, pyramidenförmige Gebilde, die vor der Erfindung des Adventskranzes aufgestellt wurden. Das kostet pro Gesteck 20 Euro, Material ist schon dabei. Es gibt zu allen Jahreszeiten Wanderungen in die Natur, auch abends, wenn es schon dunkel wird, sowie für Gruppen oder Schulklassen Aktionstage, bei denen die Kinder erleben, wie früher Brot gebacken oder Kartoffeln angebaut wurden. Bäuerliche Feldarbeit und Waschen wie früher sind weitere Themen, die zeigen, wie es sich auf dem Bauernhof gelebt hat und wie anstrengend das oft war. Auch den Geburtstag können Kinder auf dem Jexhof feiern.

Und nicht zuletzt gibt es einen Spielplatz zum Balancieren und Klettern, Matschen und Toben. Mit einem Barfußpfad, einem Holztraktor und lebenden Schafen und Kaninchen. Damit sich die Buben und Mädchen austoben können, während die Eltern in der Gastronomie gemütlich Kaffee trinken oder eine Kleinigkeit essen – in der historisch eingerichteten Wirtsstube oder im Biergarten. Ingrid Hügenell

Das Bauernhausmuseum Jexhof in Schöngeising hat dienstags bis samstags von 13 bis 17 Uhr geöffnet, an Sonn- und Feiertagen von 11 bis 18 Uhr. Von 10. November an sind die Außenflächen (historisches Wohnhaus und Dauerausstellung) geschlossen, Veranstaltungen finden an einigen Freitagen und den Wochenenden im November und Dezember jedoch statt. Die Sonderausstellungen und die Gastronomie können weiterhin besucht werden. Am 6. Januar 2026 schließt das Museum über den Winter. Nähere Infos auf der Homepage unter https://jexhof.de/der-jexhof.html.

Franz-Marc-Museum in Kochel

Im Franz-Marc-Museum in Kochel am See sind Kinder und Jugendliche gern gesehene Gäste. Mehrere Tausend Besucher, darunter viele Schulklassen, nutzen jedes Jahr die Angebote, die den Museumsbesuch in eine Entdeckungsreise verwandeln sollen. Neben einem Audioguide, der sie mit Geschichten, Geräuschen und Musik durch die Ausstellungsräume führt, steht ihnen mit dem „Blauraum“ ein großzügig ausgestattetes Atelierhaus zur Verfügung. „Sie sollen bei uns neugierig, aktiv und kreativ sein dürfen“, sagt Direktorin Jessica Keilholz-Busch. „Sie sollen lernen, genau hinzuschauen, Fragen zu stellen und eigene Gedanken zu entwickeln. Wenn das gelingt, bleibt der Museumsbesuch nachhaltig in Erinnerung.“

Wie würde sie einem Sechsjährigen den Blauen Reiter erklären? Die Antwort fällt der Kunsthistorikerin nicht schwer. Das sei eine Gruppe von Frauen und Männern gewesen, die vor mehr als 100 Jahren die Kunst völlig neu gedacht habe. „Sie wollten zeigen, dass man mit Formen und Farben Gefühle ausdrücken kann, so wie mit Worten oder Musik. Ihre Bilder sind bunt, mutig und voller Fantasie.“

Als Gemeinschaftswerk entsteht hier im Franz-Marc-Museum gerade ein Pferd, inspiriert von den Tierbildern des Künstlern. 
Als Gemeinschaftswerk entsteht hier im Franz-Marc-Museum gerade ein Pferd, inspiriert von den Tierbildern des Künstlern.  (Foto: Doris Leuschner)

Bunt und fantasievoll geht es auch in den Kursen zu, die das Museum in den bayerischen Schulferien anbietet. Von Dienstag bis Samstag gibt es jeweils zwei unterschiedliche Workshops. „Da ist alles dabei“, sagt Keilholz-Busch, „Action Painting, Hinterglasmalerei, freies Malen, Töpfern, Bildhauerei oder Sprayen.“ Ein großer Erfolg sei in diesem Jahr der einwöchige Ferienkurs zum Thema Tarnung gewesen. Das Projekt endete damit, dass sich die Kinder in ihren selbst gestalteten Kostümen im Museumsgarten versteckten. Auch die große Murmelbahn, die jedes Jahr durch den gesamten Park gebaut werde, sei „ein echtes Highlight“ und verbinde Spiel, Bewegung und gemeinsames Gestalten.

Wenn Erwachsene mit Kunst nichts anfangen könnten und ihr letzter Museumsbesuch in der Schulzeit stattgefunden habe, dann sei damals wohl etwas schiefgelaufen, mutmaßt Keilholz-Busch. „Unser Ziel ist es, Kindern zu zeigen, dass ein Museum ein lebendiger Ort ist voller Geschichten, Farben und Möglichkeiten. Wer als Kind mit Freude ins Museum kommt, wird sich auch als Erwachsener für Kunst und Kultur interessieren.“ Stephanie Schwaderer

Geöffnet ist das Franz-Marc-Museum in Kochel am See von November bis März dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr, von April bis Oktober bis 18 Uhr, im August auch montags. Weitere Informationen im Internet unter https://franz-marc-museum.de.

Carl-Orff-Museum in Dießen am Ammersee

Es ist noch brandneu: das Carl-Orff-Museum in Dießen. Erst kürzlich hat der mehr als zehn Millionen Euro teure barrierefreie Neubau, der liebevoll „Comu“ genannt wird, seine Pforten erstmals für Besucher geöffnet. Nicht nur die großen Freunde der Orffschen Kompositionen sollen künftig an diesem Ort der Inspiration und des Lernens auf ihre Kosten kommen, sondern auch die Kleinen, für die es allerhand zu entdecken gibt.

Da ist zum Beispiel der kleine Kobold „Goggolori“, den Orff bereits in seiner Komödie „Astutuli“ verwendet hat, und der quasi Maskottchen des Museums werden könnte. Er führt die jungen Gäste durch die Räume. Der Goggolori ist auch die zentrale Figur in einem Bilderbuch, welches sich die Kinder auf einem riesengroßen Sofa gemeinsam mit den Erwachsenen oder auch alleine ansehen können. Dazu gibt es für sie viele Hörbeispiele, denn der Goggolori wandert praktisch durch die Werke von Carl Orff. Unter dem Papiertheater, das Orff von seinem Großvater geschenkt bekommen hat, dürfen kleine Besucher selbst Puppentheater spielen. „Die Kinder können auch unter einen nachgebauten Flügel krabbeln und dort experimentierfreudig Klänge erzeugen“, erzählt Museumsleiterin Judith Janowski, die auch geschäftsführende Vorständin der Carl-Orff-Stiftung ist.  Ebenso habe Carl Orff selbst seinen Flügel malträtiert, um Klangexperimente vorzunehmen, erklärt sie.

Unter dem Papiertheater im Museum können Kinder selbst Puppentheater spielen.
Unter dem Papiertheater im Museum können Kinder selbst Puppentheater spielen. (Foto: Anja Wechsler)

In einem anderen Raum, dem „Klangspielraum“, ist das klassische Orff-Schulwerkinstrumentarium aufgebaut. Hier werden die Kinder dazu animiert, Rhythmen auf den Instrumenten auszuprobieren. „Mit Geschwistern, Freunden und Familienangehörigen lässt sich da gut interagieren“, weiß Janowski. „Der Klangspielraum wurde bereits am Eröffnungstag sehr gut angenommen.“ Für etwas größere Kinder steht eine Station bereit, an der sich sowohl analog als auch digital aktiv Musik machen lässt.

All diese Klangexperimente lassen sich schon jetzt im Museum ausprobieren. In den Weihnachtsferien möchte man junge Besucher zu einer musikalischen Schlittenfahrt einladen. Die Kinder-Rallye soll dann im Januar starten. Und im neuen Jahr will das Museum Musik- und Theater-Workshops für Kinder anbieten, sagt Janowski. Sabine Bader

Das Carl-Orff-Museum hat ganzjährig dienstags bis freitags von 12 bis 17 Uhr geöffnet. Vormittags ist der Museumsbesuch ausschließlich Schulklassen, Bildungseinrichtungen und angemeldeten Gruppen vorbehalten. Kontakt unter info@co-mu.de. Samstag und Sonntag ist das Museum von 10 bis 17 Uhr für Besucher geöffnet. 

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