RadsportRekordfahrt von München an den Gardasee

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Am Ziel angekommen: Niklas Ludwig (links) und sein Trainingspartner Max Hoffmann legten die Strecke von München an den Gardasee in inoffizieller Rekordzeit zurück.
Am Ziel angekommen: Niklas Ludwig (links) und sein Trainingspartner Max Hoffmann legten die Strecke von München an den Gardasee in inoffizieller Rekordzeit zurück.
Flo Gassner

Der Freisinger Profi-Triathlet Niklas Ludwig und sein Trainingspartner Max Hoffmann fahren die rund 365 Kilometer lange Strecke von München an den Gardasee in 9:08 Stunden.

Von Gudrun Regelein, Freising

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Die Challenge ist geglückt. Ihr Ziel, mit dem Zeitfahrrad in unter zehn Stunden von München an den Gardasee zu fahren, haben der Freisinger Profi-Triathlet Niklas Ludwig und sein Trainingspartner Max Hoffmann nicht nur erreicht, sondern deutlich unterboten. Die beiden haben für die etwa 365 Kilometer lange Strecke gerade einmal neun Stunden und acht Minuten gebraucht: Das ist die schnellste bislang dokumentierte Zeit auf diesem unter Radfahrern beliebten Klassiker. Inklusive aller Pausen sind die beiden Profisportler mit einem Schnitt von 39,9 Kilometern pro Stunde gefahren.

Gestartet waren die beiden am Sonntag um Mitternacht auf dem Münchner Marienplatz, Ankunft war um kurz nach neun Uhr am Seezugang von Torbole. „Es war eine Grenzerfahrung, wir waren am Limit“, erzählt Niklas Ludwig zwei Tage später am Telefon. Zunächst lief alles nach Plan: Die Bedingungen waren optimal und das Tempo hoch. Im Inntal hatten die beiden, die bei der Challenge von Support-Teams in zwei Autos begleitet wurden, jedoch mit Gegenwind zu kämpfen, das Tempo wurde niedriger. Richtig kritisch wurde es schließlich am Brenner. „Erst hatte Max wegen muskulärer Probleme einen kleinen Einbruch, ich übernahm in dieser Phase die Führungsrolle.“

Wenig später geriet dann auch Ludwig in Schwierigkeiten. Er litt unter Magenschmerzen und musste sich mehrfach während der Fahrt übergeben. „Da stand das Projekt kurz auf der Kippe“, sagt er. In dieser Situation unterstützte ihn Hoffmann, schob ihn teilweise von hinten an. Das Projekt sei echtes Teamwork gewesen, betont der 24-Jährige. „Alleine wäre es nicht möglich gewesen.“ Aufzugeben war für Ludwig aber keine Option. Stattdessen nahmen die beiden für rund eine halbe Stunde etwas Tempo heraus, um sich zu erholen.

Ordentlich schinden mussten sich die beiden Radsportler in den steilen Bergpassagen.
Ordentlich schinden mussten sich die beiden Radsportler in den steilen Bergpassagen.
Flo Gassner

Oben am Brenner wurde es dann wieder besser: „Wir waren über dem Berg, haben uns wieder gefangen.“ Aber noch lagen etwa 200 Kilometer vor den beiden. „Wenn du neun Stunden auf dem Rad sitzt, kommst du irgendwann in einen Flow, fokussierst dich total“, erklärt Ludwig. Es gehe nur noch um Treten und Verpflegen, alles andere werde ausgeblendet. Er sei immer überzeugt gewesen, dass sie die Strecke unter zehn Stunden fahren können. „Aber es bleibt bis zur letzten Sekunde ein Battle gegen die Zeit.“ Wie er sich bei der Ankunft gefühlt habe? „Erleichtert“, sagt Ludwig. „Ich dachte mir: Geil, dass wir es geschafft haben.“

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