Rekordfahrt370 Kilometer bis zur Pizza am Gardasee

Lesezeit: 2 Min.

Triathlet Niklas Ludwig aus Freising will mit einem speziellem Zeitfahrrad in unter zehn Stunden vom Münchner Marienplatz nach Torbole am Gardasee fahren. Das wäre neuer Streckenrekord.
Triathlet Niklas Ludwig aus Freising will mit einem speziellem Zeitfahrrad in unter zehn Stunden vom Münchner Marienplatz nach Torbole am Gardasee fahren. Das wäre neuer Streckenrekord.
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  • Der Freisinger Profi-Triathlet Niklas Ludwig will mit seinem Trainingspartner Max Hofmann in unter zehn Stunden von München nach Torbole am Gardasee fahren.
  • Die 370 Kilometer lange Strecke mit 2500 Höhenmetern würde bei einer Fahrzeit unter zehn Stunden einen neuen Rekord bedeuten.
  • Start ist um Mitternacht am Marienplatz, die beiden müssen einen Schnitt von mindestens 37 Kilometern pro Stunde fahren.
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Der Freisinger Profi-Triathlet Niklas Ludwig will gemeinsam mit seinem Trainingspartner Max Hofmann einen neuen Rekord auf der Strecke zwischen München und Torbole  aufstellen.

Von Gudrun Regelein, Freising

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Start ist um Mitternacht am Marienplatz in München, Ziel ist der Seezugang in Torbole am Gardasee. Spätestens um 9.59 Uhr am Sonntagmorgen wollen der Freisinger Profi-Triathlet Niklas Ludwig und sein Trainingspartner Max Hofmann dort ankommen. Mit einer Fahrzeit von unter zehn Stunden hätten die beiden einen neuen Rekord aufgestellt, die bislang dokumentierten Tagesfahrten liegen bei 13 bis 18 Stunden.

Die Strecke ist 370 Kilometer lang und führt über 2500 Höhenmeter. Um ihr Ziel zu erreichen, müssen Ludwig und Hofmann auf ihren Zeitfahrrädern, hoch spezialisierte Rennräder, einen Schnitt von mindestens 37 Kilometern pro Stunde fahren. Das Fahren im Windschatten ist zwar erlaubt, dennoch ist das Vorhaben äußerst ambitioniert. „Aber wir denken, dass es machbar ist“, sagt Niklas Ludwig. „Wir haben dafür viel trainiert.“ Die Idee beschäftigt den 24-jährigen Profisportler schon seit drei Jahren. Die Radstrecke von München an den Gardasee sei ein beliebter Klassiker, erzählt er. Viele meisterten diese sogar an einem Tag. „Ich habe mir überlegt, in welcher Zeit das für mich wohl möglich ist. Unter zehn Stunden ist meine persönliche Challenge.“

Seit Monaten bereiten sich die beiden Profisportler auf den Rekordversuch intensiv vor. Ludwig verbrachte dafür acht Wochen im Höhenlager in St. Moritz. „Die vielen Höhenmeter und der niedrigere Sauerstoffgehalt waren gut für meine Fitness. Und das Fahren im Flachen habe ich als Triathlet eh im Blut.“ Trotzdem sei das geplante Tempo selbst auf ebenen Abschnitten sehr herausfordernd. Dazu kommt das Fahren in der Dunkelheit und durch die Städte. Die Route kennen Ludwig und Hofmann zwar genau. Anders als bei einem Rennen mit gesperrter Strecke bewegen sie sich jedoch auf öffentlichen Straßen. Ungeplantes – wie rote Ampeln mit langer Wartezeit oder eine Umleitung wegen einer Baustelle – könne immer passieren. „Das kann uns Zeit kosten.“

Der Plan ist, möglichst ohne Pause zu fahren und sich vollständig auf das Fahren zu konzentrieren. Deswegen wird die beiden ein Support-Team im Auto begleiten. Es versorgt sie unterwegs mit Wasser sowie kohlenhydratreichen Riegeln und Gels. Für den Fall eines Defekts befinden sich auch Ersatzräder an Bord. Außerdem wird der Rekordversuch gefilmt, später soll daraus eine Dokumentation entstehen. „Unser Ziel ist, gemeinsam unter zehn Stunden anzukommen“, sagt Ludwig. Sollte einer der beiden unterwegs einbrechen, würde der andere die Fahrt aber allein fortsetzen. Nur bei einem Unfall oder einem schweren Sturz wird abgebrochen.

Trotz der optimalen Vorbereitung sei der Rekordversuch ein extremes Projekt, sagt Ludwig. „Kein Sonntagsausflug, sondern eine Grenzerfahrung.“ Weshalb man sich so etwas antut? Er möchte an sein Limit gehen, sich selbst etwas beweisen, antwortet Ludwig. „Mich treibt das Streben nach Exzellenz an.“ Sport begleitet den 24-Jährigen schon sein ganzes Leben. Er ging mit seinen Eltern Klettern und Skifahren. Als Kind hat er viele Sportarten ausprobiert. Aber erst mit 16 Jahren hat Ludwig an seinem ersten Triathlon teilgenommen. Im Jahr 2020 war er als 18-Jähriger jüngster Ironman-Finisher in einer Zeit unter zehn Stunden. Im Moment fokussiert sich Niklas Ludwig ganz auf die Mitteldistanz, also 1,9 Kilometer Schwimmen, 90 Kilometer Radfahren und 21,1 Kilometer Laufen. Er möchte den Sprung an die Weltspitze schaffen. Das ist sein eines Ziel. Das etwas kurzfristigere: am Sonntag kurz vor 10 Uhr am Gardasee anzukommen und eine Pizza zu essen.

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