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Jury-Entscheidung zur Event-Arena:Nachhaltig und multifunktional

Vorbild für die Pläne am Münchner Flughafen: die Royal Arena in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen.

(Foto: Kim Petersen/ image broker/ mauritius images)

Zwei Architekturbüros entwickeln Konzepte für die Anlage, sie soll auf einem Grundstück am Münchner Flughafen entstehen.

Von Petra Schnirch, Freising

Zwei Architekturbüros entwickeln derzeit detailliertere Konzepte für eine große Event-Arena. Ein Expertengremium unter Vorsitz des Münchner Architekten Markus Allmann beauftragte damit die Büros ASP aus Stuttgart sowie Populous aus London. Sie sollen noch im ersten Halbjahr 2021 ihre Vorschläge präsentieren. Ausgewählt werden solle das Konzept, das am besten zur Region passe, sagt Lorenz Schmid, einer der beiden Geschäftsführer der Swmunich Real Estate GmbH, die das Veranstaltungs- und Kongresszentrum bauen und betreiben will. Als Standort favorisiert das Unternehmen nach wie vor ein Grundstück am Münchner Flughafen westlich der Agip-Tankstelle.

Ziel ist laut Schmid, "das nachhaltigste Convention Center Deutschlands zu bauen", das gleichzeitig durch eine hochwertige Architektur besticht. Es solle "positive wirtschaftliche, touristische und kulturelle Effekte" für Freising und die Region mit sich bringen. Um sicher zu gehen, dass dies am gewünschten Standort möglich sei, müsse in die architektonische Vorplanung investiert werden. Nur auf Basis der Entwürfe werde klar, "ob und wie insbesondere auch die verkehrstechnische Anbindung tragfähig umgesetzt werden kann", so Lorenz Schmid. Im Freisinger Stadtrat war das Projekt bei einer ersten Präsentation nicht unumstritten, zwei der Knackpunkte werden die zusätzliche Verkehrsbelastung und die Anbindung sein.

Ein Knackpunkt ist die zusätzliche Verkehrsbelastung

Im vergangenen Jahr waren nach Unternehmensangaben zunächst acht nationale und internationale Büros damit beauftragt worden, Konzepte für eine multifunktionale Arena vorzulegen, die Veranstaltungen für bis zu 20 000 Besucher ermöglichen soll. Vier schafften es in die nächste Runde, zwei von ihnen wählte die Jury nun aus, sie sollen ihre Konzepte weiter ausarbeiten. Einer der Schwerpunkte des Büros ASP aus Stuttgart sind nach eigenen Angaben Stadien, Arenen und Freizeithallen, umgesetzt hat es beispielsweise die Porsche-Arena in Stuttgart oder die Türk Telekom Arena in Istanbul. Populous hat unter anderem die T-Mobile-Arena in Las Vegas geplant sowie zahlreiche große Sportstadien in Europa und den USA.

Die dem Expertengremium vorgelegten ersten Entwürfe zeichnen sich laut Lorenz Schmid dadurch aus, dass sie die definierten Anforderungen wie Multifunktionalität und Nachhaltigkeit erfüllen, außerdem hätten sie mit ihrer Kreativität überzeugt. Unterschiede gebe es vor allem bei der ebenfalls geforderten "ikonischen Landmark-Architektur". Mehr Details wollte Schmid noch nicht verraten.

© SZ vom 10.02.2021/ilos
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