Moosburger Haushalt 2022:Tiefer Griff in die Rücklagen nötig

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Moosburger Haushalt 2022: Die Anton-Vitzthum-Schule bekommt einen Anbau für die Ganztagsschule. Auch dafür muss die Stadt Moosburg 2022 Geld in die Hand nehmen.

Die Anton-Vitzthum-Schule bekommt einen Anbau für die Ganztagsschule. Auch dafür muss die Stadt Moosburg 2022 Geld in die Hand nehmen.

(Foto: Marco Einfeldt)

Stadt Moosburg plant auch im Jahr 2022 wieder hohe Investitionen

Von Alexander Kappen, Moosburg

Im vergangen Dezember hat der Moosburger Stadtrat für 2021 einen Rekordhaushalt mit einem Gesamtvolumen von knapp 80 Millionen Euro verabschiedet. Und jetzt setzt er noch einen drauf. Der Entwurf, mit dem der Finanzausschuss am Donnerstag in die Beratungen für den Haushalt 2022 gestartet ist, sieht Einnahmen und Ausgaben in Höhe von 85,05 Millionen Euro vor. Auch im kommenden Jahr stehen große Investitionen an. So sind etwa 4,6 Millionen Euro allein für die Hochbaumaßnahmen beim Kinderhaus Amperauen vorgesehen. 1,2 Millionen Euro sind es beim Gebäudeneubau für die Ganztagsschule der Anton-Vitzthum-Grundschule. Der Hochbau beim neuen Hallenbad schlägt mit 7,5 Millionen Euro zu Buche.

Um den Etat für das kommende Jahr stemmen zu können, ist eine Kreditaufnahme von 15 Millionen Euro vorgesehen. Außerdem sollen weitere 14,2 Millionen Euro aus den Rücklagen entnommen werden. Der Verwaltungshaushalt für den laufenden Betrieb umfasst laut Entwurf 47,4 Millionen Euro, der Vermögenshaushalt für die Investitionen 37,7 Millionen. Eine Zuführung vom Verwaltungs- in den Vermögenshaushalt, wie eigentlich vorgesehen, ist erneut nicht möglich. Stattdessen sollen rund 2,5 Millionen Euro in umgekehrter Richtung fließen. Im laufenden Haushaltsjahr 2021 beträgt der Ansatz dafür noch 3,8 Millionen Euro.

Bei den Gewerbesteuereinnahmen plant Kämmerer Martin Krumbucher mit 8,5 Millionen Euro (2021: 7,5 Millionen). Die Einkommensteuerbeteiligung soll laut Entwurf von 10,9 Millionen auf 12,5 Millionen Euro steigen. Die Kreisumlage erhöht sich von 11,0 auf 11,4 Millionen, die Schlüsselzuweisungen vom Freistaat sinken von 2,4 auf 2,3 Millionen Euro. Beim Sondergebiet Amperauen plant man mit Einnahmen von vier Millionen Euro aus Grundstücksverkäufen. Dagegen belaufen sich die Ausgaben für den Erwerb unbebauter Grundstücke, Vermessungskosten, Tiefbaumaßnahmen und Baunebenkosten in dem Gebiet auf insgesamt rund 3,4 Millionen Euro.

Der finanzielle Lagebericht für das aktuelle Jahr 2021, den der Kämmerer für die Ausschusssitzung ebenfalls vorbereitet hatte, ist einmal mehr von Corona geprägt. "Nach derzeitigem Stand werden im Verwaltungshaushalt wiederum pandemiebedingt Einnahmeausfälle zu verzeichnen sein", so der Kämmerer. Mit den Rücklagen der Stadt geht es stetig bergab. Diese betrugen laut Finanzbericht Ende 2020 noch rund 35 Millionen Euro und werden, so schreibt Krumbucher, "durch eine Entnahme am Jahresende in Höhe von voraussichtlich 16 Millionen Euro auf 19 Millionen Euro abgeschmolzen". Der buchmäßige Kassenstand der Stadt betrug am 23. November 21,5 Millionen Euro. Der Schuldenstand der Stadt konnte reduziert werden. Lag er zum 1. Januar noch bei 20,3 Millionen Euro, weist der Finanzbericht für den 31. Oktober nur noch 14,8 Millionen Euro aus.

Im Vermögenshaushalt werden die Ausgaben laut Prognose nicht überschritten. So werden etwa die eingestellten Haushaltsmittel in Höhe von 2,2 Millionen Euro für den Gebäudeneubau an der Anton-Vitzthum-Grundschule heuer nicht mehr benötigt.

Nicht realisiert werden kann auch der im Moosburger Haushalt für das Jahr 2021 vorgesehene Ausbau des Platzes "Auf dem Plan", für den 500 000 Euro angesetzt waren. Die veranschlagten Einnahmen des Vermögenshaushalts "werden bis auf die Invest-Zuschüsse zur Kita Amperauen, zum Neubau Hallenbad und zum Grundstücksverkauf Sondergebiet Amperauen vereinnahmt", heißt es im Finanzbericht des Moosburger Kämmerers.

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