Moosburger CSU:Verjüngungskur

Moosburger CSU: Eine Mischung aus jüngeren und erfahrenen Leuten bietet der neue Vorstand der Moosburger CSU. Vorsitzender Maximilian Mader (Dritter von links) wird unterstützt von Lorena Kehlringer, Erwin Weber, Karin Linz, Rudi Heinz, Rudi Linz und Torsten Koch (von links).

Eine Mischung aus jüngeren und erfahrenen Leuten bietet der neue Vorstand der Moosburger CSU. Vorsitzender Maximilian Mader (Dritter von links) wird unterstützt von Lorena Kehlringer, Erwin Weber, Karin Linz, Rudi Heinz, Rudi Linz und Torsten Koch (von links).

(Foto: Marco Einfeldt)

Bei der Moosburger CSU vollzieht sich ein Generationswechsel. Neuer Vorsitzender ist Maximilian Mader

Von Alexander Kappen, Moosburg

Es ging nicht immer so harmonisch zu im Moosburger CSU-Ortsverband wie in der Jahreshauptversammlung am Donnerstagabend im TSV-Sportheim. Als Erwin Weber im März 2019 zum zweiten und sehr wahrscheinlich auch letzten Mal den Vorsitz übernahm, zeichnete sein scheidender Vorgänger Florian Bichlmaier ein verheerendes Bild von der Arbeit im Vorstand. "Unerträglich" sei diese, er sprach gar von einer "Schlangengrube".

Als Weber am Donnerstag nach insgesamt zehn Jahren an der Ortsverbandsspitze, aufgeteilt in zwei Etappen, seinen Posten an Maximilian Mader übergab, verlief dagegen alles reibungslos. Weber selbst hatte Mader vor vier Wochen angerufen, um ihn für eine Kandidatur für den Vorsitz zu gewinnen. Mit der Wahl von Mader, 37, der 23 von 23 möglichen Stimmen erhielt, vollzieht sich bei der Moosburger CSU ein Generationswechsel, auch im übrigen Vorstand sitzen nun jüngere Leute.

Maximilian Mader wohnt seit 37 Jahren in Moosburg und besuchte dort einst die Realschule, als sein Amtsvorgänger Weber an dieser noch Lehrer war. Nach seiner Ausbildung im Finanzamt Freising war er zehn Jahre in der Münchner Finanzverwaltung tätig, machte auf dem zweiten Bildungsweg sein Abitur und studierte Jura. Derzeit ist er Mitarbeiter des Münchner Bundestagsabgeordneten Stephan Pilsinger. Im Kommunalwahlkampf 2020 habe er bereits mitgeholfen und dabei "mitbekommen, dass die Grünen extrem stark sind und viele Junge rekrutieren", so Mader. Dort müsse der CSU-Ortsverband ansetzen und versuchen, selbst wieder mehr junge Mitglieder zu gewinnen.

Der Vorstand ist zumindest schon mal jünger geworden. Neben dem im Amt bestätigten Rudi Heinz gehören nun auch die neu gewählten Lorena Kehlringer und Torsten Koch zum Team der drei Stellvertreter. Dazu gesellt sich im Vorstand aber auch eine gehörige Portion Erfahrung. Die Kasse, die laut Bericht der Prüfer in den vergangenen Jahren einwandfrei geführt wurde, verantwortet weiterhin Karin Linz. Weber bekleidet fortan den Posten des Schriftführers. Ins neu geschaffene Amt des Digitalbeauftragten wurde Rudi Linz gewählt. Bernhard Gruber, Moosburgs Vize-Bürgermeister Georg Hadersdorfer, Markus Kasper, Christian Schweiger, Orhan Söhmelioglu, Manfred Tristl, Sabine Woppmann und Wolfgang Wagner komplettieren das Vorstandsteam als Beisitzer. Mit den neuen jungen Leuten und den Erfahrenen habe man nun "ein sehr schlagkräftiges Team", stellte Ex-Bürgermeisterin und Vize-Landrätin Anita Meinelt, die als Wahlleiterin fungierte, zufrieden fest.

Weber, der für seine insgesamt zehnjährige Arbeit als Vorsitzender mit viel Lob bedacht wurde und Dankespräsente von Fraktion und Ortsverband erhielt, zog in seinem letzten Bericht als Moosburger CSU-Chef eine positive Bilanz. Er sprach von einem erfolgreichen Wahlkampf, in dem man schon auf Livestreams gesetzt habe, als diese anders als heute noch nicht gang und gäbe waren. Man habe ein "hervorragendes Ergebnis" eingefahren. Obwohl Amtsinhaberin Anita Meinelt bei der Bürgermeisterwahl nicht mehr angetreten sei und drei neue Parteien und Gruppierungen im Stadtrat dazu gekommen seien, habe man sechs von sieben Sitzen verteidigt und sei "nur knapp am siebten vorbei geschrammt". Und, so Weber, "wir haben die meisten Stimmen bekommen". Georg Hadersdorfer, der das Amt des Ersten Bürgermeisters verpasst hat, fand es "schade, dass es nicht ganz der erhoffte Erfolg war, aber wir dürfen trotzdem zufrieden sein".

© SZ vom 24.07.2021
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