EnergiewendeInfotag bietet geballtes Wissen zu Wärmepumpen

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Wärmepumpen werden immer häufiger installiert, das zeigt sich in den Vorgärten.
Wärmepumpen werden immer häufiger installiert, das zeigt sich in den Vorgärten. Catherina Hess
  • Am Mittwoch, 4. Februar, findet in der Moosburger Stadthalle ein kostenloser Wärmepumpen-Infotag für Hausbesitzer aus der ganzen Region statt.
  • Externe Berater, Heizungsfirmen und Initiativen informieren herstellerunabhängig über Voraussetzungen, Kosten und Förderung von Wärmepumpen.
  • Etwa 70 Prozent der Heizungen in Moosburg laufen noch mit fossilen Brennstoffen, die Stadt will bis 2035 klimaneutrale Wärmeversorgung erreichen.
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Externe Berater, Heizungsfirmen und Initiativen wie die Solarfreunde informieren in der Moosburger Stadthalle herstellerunabhängig und kostenlos über Voraussetzungen, Kosten und Förderung.  Das Angebot richtet sich an Hausbesitzer aus der ganzen Region.

Von Petra Schnirch, Moosburg

Wenn die alte Anlage in die Jahre kommt, stellt sich für viele Hausbesitzer die Frage, welche Heizung künftig die richtige ist. Rechnet sich eine Wärmepumpe auch für ein älteres Haus? Welche Kosten fallen an, welche Förderungen gibt es aktuell? Antworten erhalten Interessierte am Mittwoch, 4. Februar, bei einem Wärmepumpen-Infotag in der Moosburger Stadthalle. Mit dabei sind zwei externe Berater, Heizungsbetriebe, die Solarfreunde Moosburg, der Verbraucherservice Bayern sowie die Agenda-21-Gruppe Freising.

Es ist die einzige Veranstaltung mit den beiden Experten Anja Floetenmeyer-Woltmann und Carsten Herbert in Bayern. Die Moosburger erhielten den Zuschlag für einen von zehn Infotagen im ganzen Bundesgebiet. Deshalb richte er sich nicht nur an die Moosburger, sondern sei für Menschen in der gesamten Region von Interesse, sagt Melanie Falkenstein, Klimaschutzmanagerin der Stadt. Sie erwarte „geballtes Wissen“. Die Beratung sei kostenlos und herstellerunabhängig. „Wir haben ein Programm zusammengestellt, das alle wichtigen Aspekte des Heizungstauschs abdeckt“, sagt Bürgermeister Josef Dollinger.

Seit Herbst 2025 informieren Anja Floetenmeyer-Woltmann und Carsten Herbert auf ihrer Städtetour gemeinsam mit örtlichen Akteuren über den Heizungstausch in Ein- und Zweifamilienhäusern. Herbert ist Youtuber, bekannt geworden ist er als Autor und mit seinen Videos als „Energiesparkommissar“. Die Wärmepumpe ist für ihn die Heizung der Zukunft und er sagt: „Es gibt für jedes Haus eine Lösung“. In Moosburg spricht er darüber, welche Wärmepumpe für welches Gebäude infrage kommt. Floetenmeyer-Woltmann ist Wärmepumpen-Beirätin der EU-Kommission. Ihre Themen sind Marktentwicklung, Förderung und Finanzierung. In Kleingruppen werden anschließend Fragen beantwortet.

Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist unter www.waermepumpen-infotag.de erforderlich. Obwohl die Werbekampagne erst jetzt richtig startet, sind bereits 140 Interessentinnen und Interessenten registriert. Platz ist für bis zu 600 Personen. Der offizielle Teil mit den Vorträgen der Referenten beginnt um 18 Uhr, Einlass ist von 16 Uhr an. Vertreter der Handwerksbetriebe stehen für Gespräche zur Verfügung.

Klimaschutzmanagerin Melanie Falkenstein freut sich, dass Moosburg den Zuschlag für den Wärmepumpen-Infotag bekommen hat.
Klimaschutzmanagerin Melanie Falkenstein freut sich, dass Moosburg den Zuschlag für den Wärmepumpen-Infotag bekommen hat. Petra Schnirch

Moosburg ist die kleinste Kommune, die für die Teilnahme am Infotag ausgewählt wurde. Beworben hatten sich insgesamt 50 Städte. In Moosburg hat man sich ehrgeizige Ziele gesteckt: Bis 2035 soll die Wärmeversorgung klimaneutral erfolgen. Im Neubaugebiet Amperauen ist 2018 der Einbau von Heizungen mit fossilen Brennstoffen verboten worden. In weiteren Wohngebieten, etwa auf dem Rockermaier-Areal, sollen solche Vorgaben ebenfalls zur Regel werden. Falkenstein rät ohnehin ab, bei Neu-Installationen noch auf fossile Energieträger zu setzen, dagegen spricht unter anderem die jährlich steigende CO₂-Steuer. Neuwertige Heizungen sollten allerdings nicht ausgetauscht werden.

Vorreiter ist Moosburg zudem bei der Wärmeplanung für das Stadtgebiet. Sie liegt bereits seit März 2025 vor. Dabei zeigt sich, dass für die Neustadt das bereits bestehende Wärmenetz ausgebaut werden kann. Es basiert auf der Nutzung von Biomasse und Abwärme. In anderen Stadtteilen aber ist aus wirtschaftlichen Gründen eine dezentrale Versorgung sinnvoller – das heißt, jeder Hausbesitzer muss für sich eine individuelle Lösung finden. Die Altstadt sowie einige weitere dicht besiedelte Wohngebiete gelten als „Prüfgebiet“. Eine zentrale Wärmeversorgung könnte sich dort rechnen. Allerdings sind dort schon jetzt viele Leitungen verlegt. Deshalb müsse geprüft werden, erklärt Melanie Falkenstein, ob Platz für weitere Rohre wäre.

Etwa 70 Prozent der Heizungen in Moosburg laufen noch mit Heizöl oder Gas

Im Zuge der kommunalen Wärmeplanung sind Daten zu den genutzten Energieträgern ausgewertet worden. Etwa 42 Prozent der Heizungen in Moosburg werden derzeit mit Heizöl betrieben, 28 Prozent mit Gas. 17 Prozent entfallen auf Wärmepumpen und Stromheizungen. Der Rest verteilt sich auf Biomasseheizungen (sechs Prozent), Wärmenetzanschlüsse (zwei Prozent) und andere Energieträger (drei Prozent).

Wärmepumpen-Infotag am Mittwoch, 4. Februar, Stadthalle Moosburg, Breitenbergstraße 18, Beginn 18 Uhr, Einlass 16 Uhr. Teilnahme kostenlos, aber nur mit Anmeldung an www.waermepumpen-infotag.de.

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