Moosburg Silvesterknallerei verbieten

Stadtrat Stefan John (Linke) möchte privates Silvesterfeuerwerk in der Moosburger Innenstadt künftig verbieten. Einen entsprechenden Antrag hat er nun im Rathaus eingereicht und gleichzeitig vorgeschlagen, "dass als Ausgleich eine von der Stadt durchgeführte Lasershow, zum Beispiel auf dem Plan oder der Schloss-Asch-Wiese, angeboten wird".

"Nicht erst seit diesem Jahr ist die Diskussion über das Silvesterfeuerwerk entbrannt. Einige Städte haben bereits Feuerwerkskörper aus ihren Innenstädten verbannt", schreibt John in der Begründung seines Antrags. Die Gründe für das von ihm gewünschte Verbot im Bereich der Innenstadt seien vielfältig. "Laut Umweltbundesamt werden in ganz Deutschland circa 5000 Tonnen Feinstaub an Silvester freigesetzt, das entspricht 17 Prozent der jährlich freigesetzten Menge des Straßenverkehrs", argumentiert John. "Ein für die Moosburger Innenstadt besonders wichtiger Punkt ist Brand- und Denkmalschutz", so der Stadtrat weiter: "Erst dieses Jahr ist das Kastulusmünster durch eine Rakete beschädigt worden. Ein Brand hier oder an anderen geschichtsträchtigen Häusern in der Innenstadt hätte schwerwiegende Folgen." Ein Dorn im Auge ist ihm auch der "Anblick der Straßen nach Silvester". Besonders in der weihnachtlich geschmückten Innenstadt sei der Müll störend. "Und es würde die städtischen Mitarbeiter bei den Reinigungsarbeiten entlasten, wenn dieser Teil sauberer bleibt." Zudem verweist John auf den "Effekt von Feuerwerk auf Kleinkinder und Tiere".