Moosburg:Montessori-Schule fast am Ziel

Moosburg: Der Moosburger Stadtrat stimmt einem Vorbescheid für die Montessori-Schule zu.

Der Moosburger Stadtrat stimmt einem Vorbescheid für die Montessori-Schule zu.

(Foto: Marco Einfeldt)

Der Stadtrat stimmt einem Vorbescheid zu. Noch fehlt jedoch ein Grundstück aus dem Landschaftsschutzgebiet.

Von Alexander Kappen, Moosburg

Der Montessori-Verein Moosburg ist bei seinem schon Jahre andauernden Bestreben, eine neue Schule mit landwirtschaftlichem Schwerpunkt zu errichten, wieder einen Schritt weiter. Der Stadtrat stimmte in seiner jüngsten Sitzung dem Vorbescheidsantrag für den Bau des Schulhauses samt Stallgebäude auf einem sieben Hektar großen städtischen Grundstück an der Georginestraße mit 22:1 zu. Allerdings fiel der Beschluss vorbehaltlich der erforderlichen Herausnahme einer 20 000 Quadratmeter großen Fläche aus dem Landschaftsschutzgebiet Ampertal. Dafür ist der Kreis zuständig, eine Entscheidung steht noch aus.

Genau daran gab es im Stadtrat schließlich auch Kritik. Stefan John (Linke) lehnte den Vorbescheid daher als Einziger ab. "Bei der Montessori-Schule sind wir schon ein paar Mal überrascht worden, deshalb ist es gescheiter, alles ganz sauber zu machen und abzuwarten", sagte er. Dritter Bürgermeister Michael Stanglmaier (Grüne) und seine Fraktion "haben mit dem Gebäude und der baulichen Angelegenheit kein Problem, aber wir sind erstaunt, dass der Vorbescheid jetzt schon auf der Tagesordnung steht, bevor das Verfahren zur Herausnahme aus dem Landschaftsschutzgebiet abgeschlossen ist". Ihm sei das "zu früh, das macht irgendwie einen unsaubereren Eindruck". Auf seinen Antrag hin wurde schließlich auch der Vorbehalt bezüglich der Herausnahme aus dem Landschaftsschutzgebiet (LSG) in den Beschluss aufgenommen. Anderenfalls hätte er für eine Vertagung plädiert.

Der Vorbescheid des Stadtrats ist an die Zustimmung des Kreises geknüpft

"Zufrieden und glücklich bin ich mit dem ganzen Vorgehen auch nicht", räumte Bürgermeister Josef Dollinger (FW) ein. Stanglmaier habe mit seinen Bedenken "grundsätzlich natürlich recht". Aber man habe halt "den zeitlichen Faktor" im Blick und wolle zum Wohle des Montessori-Verein, "dass das möglichst zeitnah über die Bühne geht - ich will mir nicht den Schuh anziehen, dass sich das wegen uns verzögert". Aber natürlich sei die Zustimmung an die Herausnahme aus dem LSG geknüpft. Das bestätigte auch Bauamtsleiter Herbert Held. Er habe mit dem Landratsamt gesprochen, dabei habe es geheißen, dass eine Herausnahme aus dem LSG Voraussetzung für eine Genehmigung des Vorbescheids sei.

CSU-Fraktionssprecher Rudi Heinz ist "froh, dass was weitergeht, das ist in unser aller Sinne". Man könne das "natürlich ganz pragmatisch im Parallelverfahren machen, um keine Zeit zu verlieren". Auch für Jörg Kästl (ÖDP) ist der Fall klar: "Die Sache ist mit dem Landratsamt vorbesprochen, jetzt gehört ein Beschluss auf den Tisch - nicht rumeiern, sondern beschließen".

© SZ vom 30.07.2021/ilos
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