Moosburg:Lange Geschichte findet ihr Ende

Kreistag macht Weg frei für Montessori-Schule

Von Peter Becker, Freising/Moosburg

Endlich am Ziel: Dem Bau einer Montessori-Schule an der Moosburger Westumfahrung steht offenbar nichts mehr entgegen. Sowohl der Kreisausschuss am Dienstag als auch der Kreistag am Mittwoch stimmten mehrheitlich zu, ein betreffendes Grundstück aus dem Landschaftsschutzgebiet Ampertal herauszunehmen. Im Gegenzug wird ein etwa 19 393 Quadratmeter großes Areal dem Schutzgebiet hinzugefügt. "Eine lange Geschichte nimmt ihr Ende", kommentierte Landrat Helmut Petz (FW) den Antrag, gegen den Albert Schindlbeck, Guido Hoyer (beide Linke) und Sebastian Thaler (SPD) stimmten.

Schindlbeck wiederholte im Kreistag noch einmal die Argumente, die er bereits im Planungsausschuss vorgebracht hatte. "Das ist der falsche Standort", schilderte er seine Sicht der Dinge. Da gebe es "null Infrastruktur". Da draußen habe keine Schülerin und kein Schüler die Chance, sich eine Butterbreze oder eine Leberkässemmel zu kaufen. Schulen gehörten in die Ortsmitte. "Das ist keine normale Schule", konterte Anita Meinelt (CSU), ehemalige Moosburger Bürgermeisterin. Sie habe einen landwirtschaftlichen Aspekt, Tierhaltung sei angedacht. "Das geht nicht in der Innenstadt, sondern nur draußen." Thaler schloss sich zum Teil Schindlbecks Argumenten an, ergänzte aber, dass dem Antrag ein privates, aber kein öffentliches Interesse zugrunde lägen.

Jörg Steiner von der Naturschutzbehörde am Landratsamt sagte, dass am geplanten Standort keine weitere Erschließung nötig sei. Er erinnerte an den "Charme", dass die Eigentümerin des Ersatzgrundstücks in das Verfahren mit einbezogen war. "Das erspart uns einen Prozess", sagte Steiner.

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