Es war eine nahezu beispiellose Suche – mit Social-Media-Kampagnen, unzähligen Presseberichten und zahlreichen Fernsehteams, die sich die Klinke in die Hand gaben, um über die lange Zeit erfolglose Großfahndung nach einem neuen Moosburger Kinderarzt zu berichten. Kommt ja nicht alle Tage vor, dass eine Stadt (Stichwort „Praxis zu verschenken“) einem Mediziner eine komplette Praxiseinrichtung im Wert von 20 000 Euro spendiert. Letztlich hat sich der ganze Aufwand ausgezahlt.
Mit dem Betreff „Gute Nachrichten: Mission Kinderarzt“ meldete die Pressestelle der Stadt am Freitag, dass man in Ilia Nikitin einen Nachfolger für Olaf Vorbeck gefunden hat, der im vergangenen Dezember in den Ruhestand gegangen ist. An der Suche nach einem neuen Kinderarzt für Moosburg hat sich Vorbeck rege beteiligt.
Mit der nun geplanten Neueröffnung der Praxis sei „die medizinische Versorgung der Zukunft“ in diesem Bereich jetzt gesichert, heißt es in der Mitteilung. Auch Personal habe Nikitin für seine Moosburger Praxis bereits gefunden. Wie es sich für einen Arzt gehört, den man mit so viel medialem Aufwand gesucht hat, soll dieser am 2. Mai nun mittels einer Pressekonferenz der breiten Öffentlichkeit vorgestellt werden.

