Moosburg - Der umstrittene Bebauungsplan für das "Rockermaier-Areal" hat auch Auswirkungen auf das öffentliche Straßennetz. Weil ein Teil der Saliterstraße im Geltungsbereich des Bebauungsplans liegt, wird dieser Abschnitt als öffentliche Ortsstraße nun "eingezogen". Das beschloss der Moosburger Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung mit 20:1 Stimmen.
Die Saliterstraße reicht von der Einmündung in die Graf-Konrad-Straße bis zur Mühlbachbrücke am Anfang der Erzgebirgstraße. Ein etwa 140 Meter langes Teilstück verliere, weil es im Bereich des Bebauungsplans Nummer 77 "Rockermaier-Areal" liege, nun aber "jede Verkehrsbedeutung", hieß es in der Beschlussvorlage der Rathausverwaltung. Auf den Verkehr hat es also keine Auswirkungen. Daher lautete der Vorschlag, die besagten 140 Meter aus dem öffentlichen Straßennetz zu nehmen.
Gegen diesen Vorschlag stimmte lediglich Grünen-Stadtrat Alfred Wagner. Ganz einfach aus dem Grund, weil er gegen den Bebauungsplan in seiner aktuellen Form sei, erläuterte er in der Sitzung. Mit der Straße an sich hatte seine Ablehnung also nichts zu tun. Seine Parteikollegen sahen das ein wenig anders, wie Dritter Bürgermeister und Grünen-Sprecher Michael Stanglmaier erklärte. "Über den Bebauungsplan wird an anderer Stelle entschieden", sagte Stanglmaier, die große Mehrheit seiner Fraktion stimme deshalb dem vorliegenden Antrag zur Teileinziehung der Saliterstraße zu.