Es ist eine besondere Herbstschau. Man muss sagen: schon wieder. Aber im Vergleich zu 2022, als sich aus Anlass der 1250-Jahr-Feier der Stadt ein Festzug mit 137 Beiträgen durch die Moosburger Innenstadt schlängelte, wird in diesem Jahr zum 100. Geburtstag der Herbstschau alles ein wenig kleiner ausfallen. Das Jubiläum wolle man „natürlich ein bisserl feiern“, kündigte Bürgermeister Josef Dollinger am Mittwochabend bei der traditionellen Bierprobe im Staudinger Keller an. Der Festzug werde „sicher nicht so groß wie bei der 1250-Jahr-Feier, aber bestimmt auch sehr schön“.
Vor dem Festzug kommt aber erst mal der Auszug. Und zwar der des Festwirt-Ehepaars Michaela und Christian Krämmer vom Rathaus zum Herbstschaugelände auf dem Viehmarktplatz. Los geht es an diesem Freitag, 13. September, um 17 Uhr. Gegen 17.30 Uhr wird der Bürgermeister im Bierzelt dann das erste Fass anzapfen und die Jubiläums-Herbstschau offiziell eröffnen, die wie immer zehn Tage dauert.
Auf den Festzug, der am 22. September bereits um 13.30 Uhr mit rund 50 Beiträgen und somit in gewohnter Größe an den Start gehen wird, müssen die Besucher diesmal eine Woche länger warten. Weil an diesem Wochenende in Freising der große Umzug zu „1300 Jahre Korbinian“ geplant ist, habe man den Herbstschauumzug heuer vom ersten auf den zweiten Volksfestsonntag verschoben, sagte Maximilian Götz, der im Moosburger Rathaus für die Organisation der Herbstschau zuständig ist. Mit Blick auf das prognostizierte Regenwetter am kommenden Wochenende könnte sich das für Moosburg als ein Glücksfall erweisen.
Freilich startet auch die Herbstschau mit einem laut Wetterbericht alles andere als optimalen Wochenende. Der Bürgermeister zeigte sich am Mittwochabend dennoch optimistisch: „Heute regnet es, morgen kann es auch noch regnen, aber ab Freitag sollte es dann schön sein.“ Er selbst hat jedenfalls alles dafür getan, wie er berichtete: „Wir haben mit dem Fahrrad eine kleine Wallfahrt gemacht und eine Kerze angezündet.“

Das Bier bei der Herbstschau kommt wie in den vergangenen Jahren vom Erdinger Weißbräu. Ausgeschenkt wird Erdinger Helles mit einer Stammwürze von 11,8 Prozent und einem Alkoholgehalt von 5,1 Prozent zum Mass-Preis von 10,80 Euro. Die Erdinger Urweiße mit einer Stammwürze von 11,9 Prozent und einem Alkoholgehalt von 4,9 Prozent kostet 11,30 Euro. „Das Bier ist gut“, urteilte Festwirtin Michaela Krämmer, „und unser Programm ist gut und wir freuen uns“. Für die Krämmers ist es der Beginn einer dreiteiligen „Abschiedstour“ in Moosburg. Bei dieser Herbstschau sowie den beiden Volksfesten im kommenden Jahr wird die Festwirtsfamilie noch dabei sein, dann wird der Betrieb komplett aufgelöst.
In Moosburger Rathaus macht man sich bereits jetzt Gedanken, wie es ab dem Jahr 2026 dann weitergehen soll. Entscheiden werde letztlich der Stadtrat, so Herbstschaumanager Götz. Aber auch die Besucher sollen mitreden können, was sie sich für künftige Volksfeste wünschen. In der kommenden Woche wird auf der Homepage der Stadt eine Online-Umfrage – ähnlich der, die es bereits zum Bahnhof gegeben hat – gestartet. Die Ergebnisse werden dann sicherlich auch bei der Suche nach einem neuen Festwirt einfließen. Götz: „So ein Feedback schadet da sicher nicht.“
Aber jetzt steht erst mal die Jubiläums-Herbstschau auf dem Programm. Und die bietet viel Bewährtes wie einen Vergnügungspark mit attraktiven Fahrgeschäften, Feuerwerk sowie Kunstausstellung und Jedermann-Triathlon im Begleitprogramm. Die traditionelle Braugerstenschau, die am Donnerstag, 19. September, um 13.30 Uhr in der Schäfflerhalle am Festplatz eröffnet wird, bereichern zum Jubiläum ein Vortrag von Altbürgermeister Anton Neumaier über die Geschichte der Herbstschau sowie eine Ausstellung mit ausgewählten Herbstschau-Plakaten aus den vergangenen 100 Jahren. Letztere werden dort auch zum Volksfestabschluss am Sonntag, 22. September, noch einmal gezeigt.
Alle Informationen zur Herbstschau findet man auf der Homepage der Stadt unter www.moosburg.de.

