Aufregung in Moosburg Sportverein verspricht sich Einnahmen

Der FC Moosburg will den Masten auf einem Grundstück errichten, das er von der Stadt gepachtet hat. Um es weiterzuverpachten und die Einnahmen behalten zu können, braucht er die Zustimmung des Moosburger Stadtrats. Erhält der Verein diese, "müsste sowieso noch mal ein Bauantrag gestellt werden, der im Bauausschuss öffentlich behandelt wird", sagt Bürgermeister Stanglmaier. Falls es vertraglich möglich sei, müsse man auch überlegen, ob nicht die Stadt das Grundstück direkt an die Mobilfunkfirma verpachten und die Einnahmen gerechterweise an alle Moosburger Sportvereine verteilen könne.

Was die mögliche Strahlenbelastung angeht, verweist Michael Stanglmaier darauf, dass es am potenziellen neuen Standort in einem 350-Meter-Umkreis keine Wohnbebauung gibt, während der derzeitige Masten mitten in einem Wohngebiet steht: "Aber die entscheidende Frage, die noch geklärt werden muss, ist, ob der neue Funkmasten auch die gleiche Leistung und das gleiche Frequenzspektrum hat wie der alte."

Um auf der sicheren Seite zu sein, solle man nicht weiter über Einzelmaßnahmen entscheiden, sondern müsse "für Moosburg ein gesamtes Mobilfunkkonzept erstellen, in dem sensible Bereiche wie Kindergärten ausgespart und möglichst wenig Betroffenheit erzeugt werden", sagt Jörg Kästl von der ÖDP, der demnächst einen entsprechenden Antrag stellen wird. Da die Betriebserlaubnis für den alten Masten erst im September 2016 ende, "drängt die Zeit noch nicht". Man könne die Entscheidung über den neuen Standort also vertagen "und einen externen Dienstleister mit einer Konzepterstellung beauftragen".