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Aufregung in Moosburg:Geheimsache Funkmast

Ein Mobilfunkmast wie dieser soll auf dem Sportgelände in der Bonau errichtet werden. Der FC Moosburg will damit Geld verdienen.

(Foto: Marco Einfeldt)
  • FC Moosburg will Mobilfunkmasten auf seinem Sportgelände aufstellen lassen
  • Entscheidung sollte nicht-öffentlich fallen
  • Politiker der Piraten nutzt Facebook für seine Kritik

Eigentlich sollte der Antrag des FC Moosburg, der auf dem Sportgelände in der Bonau einen Sendemasten durch einen Mobilfunkbetreiber errichten lassen möchte, kommenden Montag im nicht öffentlichen Teil der Stadtratssitzung behandelt werden. Aber Franz Josef Bachhuber bekam davon Wind und machte das Thema via Facebook publik.

Unter der Überschrift "Sauereimeldung" wetterte Bachhuber, Lokalpolitiker von den nicht in dem Gremium vertretenen Piraten: "Moosburger Stadtrat stimmt im Geheimen über weiteren 30-Meter-Funksendemasten ab, ohne Beteiligung der betroffenen Bürger." Wenn ein "so wichtiges Thema unter Ausschluss der Öffentlichkeit abgehandelt werden soll, ist das einfach inakzeptabel".

Grüne und ÖDP beantragen Grundsatzbeschluss

Moosburgs Dritter Bürgermeister Michael Stanglmaier (Grüne), Jörg Kästl (ÖDP) und die UMB stellen nun den Antrag, die Grundsatz-Entscheidung über den Masten öffentlich zu fällen. Das Gremium stimmt über diese Anträge in der Sitzung am Montag ab.

Das Thema stehe auf der nicht öffentlichen Tagesordnung, "weil es auch um Vertragsinhalte zwischen der Telefongesellschaft und dem FC Moosburg geht", sagte Dritter Bürgermeister Michael Stanglmaier (Grüne), der sich "zur Versachlichung der Debatte" in die Facebook-Diskussion eingeschaltet hatte, am Dienstag der SZ. Nun sollen nach Möglichkeit, so sehen es die Anträge vor, der Grundsatzbeschluss über den Masten öffentlich und vertragliche Detailangelegenheit nicht öffentlich abgearbeitet werden.