Kommunalwahl in MoosburgStefan Jahnel kandidiert für die AfD

Stefan Jahnel ist Bürgermeisterkandidat der AfD in Moosburg.
Stefan Jahnel ist Bürgermeisterkandidat der AfD in Moosburg. (Foto: privat)

Der 56-Jährige, der zuerst in der Neonaziszene unterwegs und dann bei der FDP war, will Bürgermeister in Moosburg werden. Bei der Nominierungsversammlung setzt er sich per Losentscheid durch.

Von Kerstin Vogel, Moosburg

Die AfD zieht in Moosburg mit Stefan Jahnel in den Bürgermeister-Wahlkampf. In einer Kampfkandidatur gegen den Moosburger AfD-Stadtrat Gerhard-Michael Welter war es bei der Nominierungsversammlung zunächst zu einem Stimmenpatt gekommen. Das Los entschied am Ende für Jahnel.

Der 56-Jährige ist verheiratet, hat drei Kinder und ist als freier Journalist tätig. Politisch ist er kein unbeschriebenes Blatt. So bewegte er sich als junger Mann mehr als zehn Jahre in der Neonazi-Szene und bekleidete hohe Ämter in mehreren verbotenen, rechtsextremen Organisationen, bevor er seinen Ausstieg verkündete. Kommunalpolitisch engagierte er sich von 2002 bis 2009 bei der Moosburger FDP, 2015 wurde er Bundesvorsitzender der „Freiheitspartei – Die Libertären“, zuletzt wendete er sich schließlich der AfD in Moosburg zu.

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Inhaltlich kündigte Jahnel unter anderem an, sich für Nachverdichtung mit Maß und Verstand einzusetzen. Bebauungspläne müssten überarbeitet werden, in Neubaugebieten seien Einfamilienhäuser und Doppelhaushälften das Ideal. Für den Druck auf den Wohnungsmarkt macht er auch Berlin verantwortlich: „Wenn nicht Menschen aus aller Welt importiert würden, wäre er auch nicht so groß.“ Die Erweiterung der Moosburger Grundschule Nord auf sechs Züge lehnt er ab und wirbt stattdessen für einen dritten Schulstandort.

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