Möglichst naturschonend Technische Universität saniert Schlangenweg

Künftig soll man auch ohne griffiges Schuhwerk den Schlangenweg am Weihenstephaner Berg entlang gehen können. Jetzt wird er befestigt.

(Foto: Marco Einfeldt)

Der beliebte Pfad am Weihenstephaner Berg ist bei Nässe rutschig. Bäume und Sträucher werden nicht angetastet.

Von Patrick Bäuml, Freising

Offenbar hat es wiederholt Beschwerden über den schlechten Zustand des "Schlangenweges" am Südhang des Weihenstephaner Berges gegeben. Nun zieht die Technische Universität (TU) München, die für diesen Bereich verantwortlich ist, Konsequenzen. "Vor allem den vielen Spaziergängern soll es ermöglicht werden, den Schlangenweg auch ohne bestimmtes Schuhwerk zu nutzen", erklärt Robert Tafertshofer, Leiter des Fachgebietes Gebäudetechnik und Infrastruktur an der TU.

Problematisch sei in erster Linie, dass die Wege, die sich den Südhang des Weihenstephaner Berges entlang schlängeln, durch das Gefälle und besonders bei Nässe keinen festen Grund bilden und somit eine Gefahr für Passanten darstellen. Die Arbeiten, die bereits seit Montag laufen, sollen Stück für Stück in Angriff genommen werden. Im Moment ist eine längere Passage des Oberen Schlangenweges beansprucht, wie sich einer Karte auf der Website der TU München entnehmen lässt. Unter gm.wzw.tum.de/ können in der Übersicht unter "Sanierung Schlangenweg" die jeweils gesperrten Abschnitte und Neuigkeiten zum Projekt eingesehen werden.

Der Zugang zur Ruine mit dem Korbiniansbrünnlein soll erhalten bleiben

Die Dauer der Bauarbeiten ließen sich vorerst nicht absehen. "Wahrscheinlich dauert es Wochen, vielleicht Monate", sagt Robert Tafertshofer. In einer Pressemitteilung erklärt der Präsident der TU München, Wolfgang A. Hermann, das Wegenetz solle "in einen der historischen und ökologischen Wertigkeit würdigen Zustand" versetzt werden. Das als "geschützter Landschaftsbestandteil" gekennzeichnete Naturschutzgebiet solle hierbei nicht zu Schaden kommen. Mit "möglichst wenig Eingriffen in die Natur" wolle man die Wege sichern, damit das Naturerlebnis "für alle Altersklassen zu allen Jahreszeiten zugänglich" sei, so Hermann. Ausdrücklich begrüßt wird das Vorgehen unter anderem von der Unteren Naturschutzbehörde beim Landratsamt Freising.

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Auch der Zugang zu dem beliebten Wander- und Touristenziel, der teilweise erhaltenen Ruine mit dem bekannten Korbiniansbrünnlein, solle weiterhin nicht beeinträchtigt werden, verspricht der TU-Präsident in der Pressemitteilung und schränkt ein, "wenngleich für eine gewisse Übergangszeit nicht alle Wege zum Ziel führen werden."