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Mitten in Neufahrn:Ein Sonnenschirm für "Rollbert"

Die einen gehen baden, die anderen schwitzen im Hochsommer schon für Weihnachten

Kolumne von Birgit Grundner

Der Lockdown war, wenn man so will, die Geburtsstunde von "Rollbert". So heißt einer der Schrottroboter, die Ferdinand Ziegler aus den Dingen gebastelt hat, die er im Keller fand, als coronabedingt gerade allgemein die Zeit des großen Aufräumens und Ausmistens war. Speziell Rollbert könnte es nun aber zu einer gewissen Berühmtheit bringen. Denn er spielt eine wichtige Rolle in der neuesten Advents- und Weihnachtsgeschichte von Zieglers Frau, der Neufahrner Autorin Christine Ziegler. Und weil Weihnachten erfahrungsgemäß immer viel schneller da ist, als man so denkt, werden die Grundlagen für das kleine Buch auch heuer im Hochsommer gelegt. Will heißen: Fotoshooting für die Vorweihnachtszeit unter einem Sonnenschirm bei mehr als 30 Grad.

So haben die Autorin und ihre Mitstreiterinnen Elke Majstorovic und Gabi Neubauer in einem Privatgarten die Bilder für "Knopf hoch" gemacht. In dieser Geschichte geht es um einen armen Knopf, der verloren geht. "Keiner sucht nach ihm, aber einer findet ihn", erklärt Christine Ziegler. Dem besagten Schrottroboter und Sachensammler Rollbert kommt dabei eine bedeutende Funktion zu

Die Adventsgeschichten-Serie begann schon 2012. Damals wollten die Frauen, die regelmäßig bei der Vorbereitung der Kindergottesdienste halfen, das Schicksal heimatloser Flüchtlinge thematisieren. Eine geeignete Geschichte als Impuls dafür ließ sich aber nicht finden. Also beschloss Tine Ziegler, sich selbst eine auszudenken, und dann folgte jedes Jahr eine weitere. Bis das neueste Büchlein bei der katholischen Landjugend erscheint, wird es aber noch ein paar Monate dauern. Rollbert, so darf man annehmen, wird dann keinen Sonnenschirm mehr brauchen.

© SZ vom 13.08.2020
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