Mittelschule Allershausen:Zehn Jahre offene Ganztagsschule

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Mittelschule Allershausen: Das Team der offenen Ganztagsschule an der Mittelschule Allershausen (v. l.): Adnana Mesic, Brigitte Burger und Ivonne Bartkowiak.

Das Team der offenen Ganztagsschule an der Mittelschule Allershausen (v. l.): Adnana Mesic, Brigitte Burger und Ivonne Bartkowiak.

(Foto: Johanniter-Unfall-Hilfe)

Die Johanniter-Unfall-Hilfe feiert an der Mittelschule Allershausen als Träger der Nachmittagsbetreuung ein kleines Jubiläum

Von Petra Schnirch, Allershausen

Seit zehn Jahren gibt es die offene Ganztagsbetreuung an der Mittelschule in Allershausen nun schon. Die Johanniter haben gleich zu Beginn die Trägerschaft übernommen und ziehen anlässlich des kleinen Jubiläums eine positive Bilanz. Der Kontakt zur Schulleitung sei gut, sagt Leiterin Brigitte Burger. "Nach einer komplexen Anfangszeit konnten wir damals sehr schnell die geeigneten Strukturen aufbauen, um die Nachmittagsbetreuung zu einem erfolgreichen Konzept zu entwickeln." Auch Bürgermeister Martin Vaas (PFW) bestätigt: "Es klappt sehr gut."

Nach den guten Erfahrungen in Allershausen hat die Johanniter-Unfall-Hilfe in Oberbayern inzwischen noch für sechs weitere offene Ganztagsschulen die Trägerschaft inne, eine weitere folgt im kommenden Schuljahr. Betreut werden an der Mittelschule in Allershausen Schülerinnen und Schüler der fünften bis neunten Klassen, für das neue Schuljahr sind bisher 32 Kinder und Jugendliche angemeldet, ebenso viele wie im vergangenen Jahr. Während der Corona-Zeit konnten die Eltern nach Auskunft der Johanniter selbst entscheiden, ob sie die Kinder in die Betreuung schicken - meist waren 18 von 32 Schülerinnen und Schülern anwesend.

Bei der offenen Ganztagsschule arbeiten die Kinder und Jugendlichen während der Hausaufgaben- und Lernzeit am Nachmittag in Kleingruppen mit ruhiger Arbeitsatmosphäre, wie es in einer Pressemitteilung der Johanniter heißt. "Die Betreuerinnen geben dabei Anleitung und Unterstützung und stellen bei Bedarf zusätzliche Arbeitsmaterialien bereit." Mit dem ergänzenden Freizeitangebot werde versucht, "den Bedürfnissen nach Bewegung und Aktivität, aber auch nach Ruhe und Entspannung Rechnung zu tragen".

Dazu gehören Sportangebote, etwa an der Kletterwand oder Fußball, die Möglichkeit zum Basteln oder selbständig kreativ werden. Die Gruppe geht zudem regelmäßig zum Kegeln oder besucht den Jugendtreff der Gemeinde, mit dem es eine Kooperation gibt. Eine Besonderheit in Allershausen: Das Mittagessen wird in der Küche der Schule täglich frisch zubereitet. Für das Nachmittagsangebot gibt es einen Gruppenraum, die Kinder können zudem den Schulhof, die Turnhalle mit Kletterwand, einen Hartplatz, den Schulgarten sowie einen Werkraum nutzen. Ein zusätzlicher Raum soll künftig die Situation beim Mittagessen entspannen und die Abstimmung mit den Kindern aus der Mittagsbetreuung erleichtern, wie der Bürgermeister ankündigt.

Zum Start der Ganztagsbetreuung investierte der Schulverband 170 000 Euro für notwendige Umbauten, allein 70 000 Euro kostete die Profi-Edelstahlküche. Der staatliche Zuschuss belief sich damals auf 50 000 Euro. Anfangs ruckelte es ein wenig. Im zweiten Jahr bestand kurzzeitig sogar die Gefahr, dass die zweite Gruppe wegfallen könnte. Dann waren es aber doch über 25 Kinder und beide Gruppen waren gesichert. Sonst wäre eine Finanzierungslücke entstanden.

Betreut werden die Schüler, außer in den Ferien, jeweils Montag bis Donnerstag von 13 bis 15.45 Uhr und Freitag von 13 bis 14.30 Uhr. Eine Anmeldung ist für zwei bis fünf Tage pro Woche möglich, die Betreuung ist - bis auf den Beitrag für das Essen - kostenlos, wie die Johanniter betonen. Die Zusammenarbeit mit der Schulleitung beschreibt Brigitte Burger als sehr gut. "So konnten wir die Anbindung an den Unterricht finden und die Angebote weiterentwickeln", schildert sie. Auch die Schüler würden in die Gestaltung sowie in Entscheidungsprozesse, etwa bei der Gestaltung der Gruppenräume oder dem Festlegen der Regeln, einbezogen. "So versuchen wir, bei den Kindern und Jugendlichen ihre Selbständigkeit zu fördern und den Wunsch nach Wissen zu wecken." Ziel sei es, einen Rückzugsort für die Kinder zu schaffen, an dem sie sich gut aufgehoben fühlen.

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