Mein Freising Ein Abend mit dem Roider Jackl

Aus dem Thüringer Becken nach Bayern: der 49-jährige Andreas Voigt ist seit 1999 Wahl-Freisinger.

(Foto: Marco Einfeldt)

Stadtwerkechef Andreas Voigt ist gerne Wahl-Freisinger

Ein Interview von Interview Von Eva Zimmerhof

Andreas Voigt (), 49, Leiter der Stadtwerke, stammt aus dem Thüringer Becken. Er hat Elektrotechnik studiert und einige Jahre in einem thüringischen Stadtwerk gearbeitet, als ihm der Gedanke kam: "Ich will noch etwas anderes sehen". So entdeckte er 1999 die Stellenanzeige in der SZ und ist seitdem Wahl-Freisinger.

SZ: Was ist Ihre Lieblingsecke in Freising?

Da ich gerne jogge: der Freisinger Norden. Insbesondere der Wieswald mit seinem weichen Boden. Eigentlich ist alles zwischen Wieswald und Weltwald mein Revier.

Was würden Sie als "König von Freising" ändern?

Zwei Sachen. Schön wäre, wenn man noch mehr vom Hochschulstandort profitieren könnte - wenn noch mehr vom Studentenleben in die Stadt getragen würde, wenn mehr Studenten in Freising wohnen könnten. Göttingen zum Beispiel ist davon geprägt. Das andere hängt damit zusammen: Es sollte mehr bezahlbaren Wohnraum geben. Private Investoren sollten dazu verpflichtet werden, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen.

In welches Freisinger Gebäude würden Sie sich gern über Nacht einschließen lassen? Die Stadtwerke sind jetzt aber zu einfach. In das Asamgebäude. Ich habe da mal eine Führung mitgemacht, aber man könnte in der Nacht sicher noch das eine oder andere Interessante entdecken. Von den Bühnen, dem unteren Gebäudeteil, bis zum Dachstuhl.

Was ist für Sie "typisch Freising"?

Der Wochenmarkt und die Freisinger, die man dort trifft. Wo dann das eine oder andere Thema, das auch in der Zeitung gestanden hat, beackert wird. Die Menschen machen den Wochenmarkt so interessant.

Wenn es möglich wäre: Mit welchem Freisinger, tot oder lebendig, würden Sie gerne mal einen Abend verbringen?

Karl Valentin ist leider kein Freisinger, darum würde ich den Roider Jackl aussuchen. Ich habe schon das eine oder andere Gstanzl von ihm gelesen. Er konnte Dinge in wenigen Zeilen so gut auf den Punkt bringen und war ein guter Beobachter. Er hat auch mal etwas über die Stadtwerke verfasst zur Jubiläumsfeier 100 Jahre Gasversorgung.

Welches ist Ihr kultureller Höhepunkt im Freisinger Jahreskalender?

Ich finde es toll, was die Schüler auf die Beine stellen, obwohl sie heute mit der Schule fast eine Art Vollzeitjob haben. Das Big-Band-Konzert in der Luitpoldanlage, wo die verschiedenen Gymnasien mit ihren Bands antreten.

Wenn Sie Freising oder den Landkreis mal verlassen: Für welches Urlaubsziel am liebsten?

Für Kurztrips am Wochenende sind die Alpen mein bevorzugtes Ziel, wo man so viel zu Fuß oder mit dem Rad unternehmen kann. Ansonsten habe ich schon länger Israel auf dem Schirm, das finde ich historisch und geografisch interessant und würde ich gerne bereisen.