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Literarischer Herbst:Das Beste draus machen

Die Ausstellung von Ulrike Möltgen im Alten Gefängnis zum 38. Literarischen Herbst in Freising ist aufgebaut - aber besuchen darf sie aktuell niemand.

(Foto: Marco Einfeldt)

Modern Studio baut Ausstellung trotz der Corona-Beschränkungen vorsorglich schon mal auf

Der für den November verordnete "Lockdown light" in ganz Deutschland trifft auch die in Freising Kulturschaffenden. Auch der mittlerweile 38. Literarische Herbst des örtlichen Kulturvereins "Modern Studio" kann nicht wie geplant durchgeführt werden. Der Verein hat sich jedoch entschlossen, das Beste aus der Situation zu machen und zu retten, was zu retten ist, wie aus einer Mitteilung der Vorsitzenden Helma Dietz hervorgeht.

So hat man sich entschlossen, die im Alten Gefängnis in Freising geplante Ausstellung mit Illustrationen und freien Arbeiten von Ulrike Möltgen unter dem Titel "Ich bin nicht mehr, was ich gestern war ... Zeichnen gegen den Strom" nach all den umfänglichen Vorarbeiten "einfach einmal aufzubauen und zu sehen, wie sich alles entwickelt", wie Dietz schreibt. Zwar könne die Ausstellung nach den geltenden Corona-Bestimmungen nicht besichtigt werden, aber die von Ulrike Möltgen illustrierten (Bilder-)Bücher, die der Verein bestellt habe, seien bei Bücher Pustet vorrätig. Normalerweise hätten sie in der Ausstellung verkauft werden sollen, als "wunderbare Weihnachtsgeschenke für Kinder, Jugendliche und Erwachsene", so Dietz.

Noch nicht klar ist, was mit den im Literarischen Herbst geplanten Lesungen an den Schulen sein wird. Dietz zufolge werden sie "je nach den Umständen stattfinden können", einiges werde aber auch entfallen müssen, erwartet die Vorsitzende des Modern Studio. Sicher ausfallen müsse die öffentliche Lesung mit Philipp Weiss im Camerloher-Gymnasium und was die Lesung mit Alois Prinz in der Evangelischen Kirche angehe, "sind wir noch im Verhandeln".

© SZ vom 07.11.2020 / vo
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