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Landshut/Freising:Vorerst nicht auf Facebook

Am Landgericht fehlt dafür das Personal

Einen Auftritt in den sozialen Medien hat der Landgerichtsbezirk Landshut, zu dem auch der Landkreis Freising gehört, bislang nicht. Dafür mangele es am Personal, sagte Vorsitzender Richter Peter Pöhlmann, der die Pressearbeit des Landgerichts nebenbei macht, kürzlich in einem Pressegespräch. Mittelfristig könnte sich das jedoch ändern.

"Wenn der derzeitige Trend anhält, ist die Frage, ob die Justiz nicht auch darüber nachdenken sollte, eine Facebook- oder Twittergruppe zu bilden, wie es sie zum Beispiel bei der Polizei gibt", sagte Landgerichtspräsident Clemens Prokop. Es gehe darum, das Vertrauen in den Rechtsstaat zu stärken. "Ich habe schon Verhandlungen erlebt, nach denen die Berichte und Kommentare im Internet so waren, dass man sich gefragt hat, ob wir noch in einem Rechtsstaat leben", so der Landgerichtspräsident weiter: "Wir müssen das im Auge behalten." Aber der Aufwand für Social-Media-Aktivitäten sei "gigantisch, derzeit ist das bei uns nicht möglich". Die Polizei, ergänzte Pöhlmann, "macht das sehr gut, aber die hat auch extra eine Gruppe mit fünf bis sechs Leuten dafür".

© SZ vom 18.11.2020 / axka
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