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Landratsamt warnt:Kaffeefahrt statt Gewinnfeier

Abzocke durch angebliche Gewinnbenachrichtigungen: Das Landratsamt warnt vor Schreiben von Urlaubsplus Reisen UG.

Peter Becker

Das Landratsamt warnt vor einer Abzocke durch angebliche Gewinnbenachrichtigungen. Das Gewerbeamt habe mehrere Meldungen von Bürgern erhalten, die von einer Urlaubsplus Reisen UG Post bekommen haben. Dabei handelt es sich nach Angaben des Landratsamts um Gewinnbenachrichtigungen.

Vor dem Start in den Urlaub an die Post denken

Das Landratsamt warnt vor Schreiben von Urlaubsplus Reisen UG.

(Foto: ddp)

Insbesondere Rentner wurden angeschrieben, dass sie 5000Euro in bar erhalten sollten. Die vermeintlichen Glückspilze sollten sich daran erinnern, dass sie bei einem Kreuzworträtsel das richtige Lösungswort "Bargeld" ausgefüllt und eingesandt hätten. Die Betroffenen informierten jedoch das Landratsamt und die Polizei. Die "Gewinnfeiern" sollen am 23. und 24.Februar an einem unbekannten Ort stattfinden.

Nach Angaben des Landratsamts haben Verbraucherschützer und die Kreisordnungsbehörde des Lahn-Dill-Kreises in Hessen mehrfach vor der Firma Urlaubsplus Reisen UG mit Sitz in Bremen gewarnt. "Die Gewinnmitteilung dient einzig und allein dazu, den Empfänger auf eine Kaffeefahrt zu locken", klärt das Landratsamt auf. Dort sollten unter Aufbau von psychologischen Druck besonders ältere Menschen zum Erwerb bestenfalls nutz-und wirkungsloser Gesundheits-, Pflege- und Haushaltsartikel bewegt werden.

Dabei schreckten die Moderatoren auch vor unzutreffenden Aussagen bis hin zum Aufruf zur Absetzung verordneter Medikamente nicht zurück. Sie stellten einzelne Teilnehmer bloß und wiesen darauf hin, dass solch "schöne Kaffeefahrten" nicht mehr stattfinden könnten, wenn niemand etwas kaufe.

Behörden und Polizei warnen seit langem vor der Teilnahme an solchen Kaffeefahrten. Die Angebote seien fast immer wertlos, in jedem Fall aber zu teuer. Verbraucherschützer raten dringend dazu, solche Gewinnversprechen besser in den nächsten Papierkorb zu werfen.

© SZ vom 14.02.2011
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