Keine drei Wochen nach ihrem Amtsantritt hat die neue Freisinger Landrätin Susanne Hoyer, 57, am Montag eine Krebserkrankung öffentlich gemacht. Sie habe die Diagnose vor wenigen Wochen bei einer Routineuntersuchung erhalten, heißt es in einer E-Mail, mit der sich die CSU-Politikerin an die Bürgerinnen und Bürger im Landkreis wendet: „Ich bin dankbar, dass die Krankheit frühzeitig entdeckt wurde und sehr gut behandelbar ist.“
Es sei unverzüglich mit den ersten Therapien und Maßnahmen begonnen worden, man sehe eine baldige und vollständige Genesung als gegeben, wird der behandelnde Onkologe der Landrätin zitiert. Hoyer habe ein ausgezeichnetes medizinisches Team sowie engagierte Kolleginnen und Kollegen an ihrer Seite.
„Ich werde meine Amtsgeschäfte im Landratsamt planmäßig mit vollem Einsatz weiterführen und habe das in meinen ersten Tagen im Amt bereits getan“, versichert Hoyer. Leider werde es dennoch gelegentliche Ausfallzeiten geben, wenn sie in Behandlung sei. Für diese Situationen sei im Landratsamt vorgesorgt worden: Für Termine, die sie aus gesundheitlichen Gründen oder aufgrund von Behandlungen temporär nicht wahrnehmen könne, übernehme ihr Team beziehungsweise der stellvertretende Landrat Franz Heilmeier (Grüne), der seine volle Unterstützung zugesagt hat.
Die Landrätin bittet um Verständnis, dass sie die Öffentlichkeit erst jetzt informiere. Sie habe die ersten Schritte im Amt nach dem Wahlsieg mit voller Konzentration und unbehelligt von öffentlicher Aufmerksamkeit für ihre Gesundheit gehen wollen. Die ersten Zyklen der Chemotherapie habe sie daher in den vergangenen Wochen im Stillen absolviert und parallel dazu ihre Aufgaben im Landratsamt wahrgenommen. „Die Krebstherapie fordert nun jedoch phasenweise ihren Tribut, was meine Präsenz bei einigen öffentlichen Abend- oder Wochenendterminen betrifft.“
In den vergangenen Wochen habe es bereits vereinzelte Fragen und auch öffentliche Kritik an ihrer Abwesenheit gegeben: „Um diesen Spekulationen sachlich zu begegnen und absolute Transparenz zu schaffen, habe ich mich entschlossen, meine Erkrankung heute öffentlich zu machen.“


