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Landkreis Freising:Mehr Busse für Schüler

Landkreis gibt 4,3 Millionen Euro für spezielle Linien aus

Geld für den freigestellten Busverkehr muss der Landkreis in die kommenden Haushalte einstellen. In den vergangenen vier Jahren belief sich der Betrag auf etwa 4,3 Millionen Euro. Eine Auswertung von Angeboten läuft bis Ende Juli/Anfang August. Landrat Helmut Petz (Freie Wähler) soll nach Willen des Schulausschusses des Kreistags den jeweils günstigsten Angeboten für die 18 ausgeschriebenen Linien den Zuschlag erteilen. Die Verwaltung rechnet mit einer Preissteigerung, zumal die Auer Realschule um weitere Klassen wächst und deshalb mit mehr Bedarf an Busverkehr gerechnet wird.

Zu den freigestellten Verbindungen gehören all jene Linien, die durch den öffentlichen Nahverkehr nicht abgedeckt werden. Allein neun Verbindungen betreffen das Sonderpädagogische Förderzentrum in Pulling sowie seine Außenstelle in Attenkirchen. Zwei betreffen Gymnasien außerhalb des Landkreises. Weiterführende Schulen im Landkreis selbst werden ebenfalls bedacht.

Leon Eckert (Grüne) hätte sich gewünscht, dass Schüler, die den M-Zug an der Neufahrner Mittelschule besuchen, mit dem Bus fahren dürfen, der Schüler von Günzenhausen zum Oskar-Maria-Graf-Gymnasium bringt. Anita Meinelt (CSU) hält dies im Prinzip für einen guten Ansatz. Der scheitere aber daran, dass die Neufahrner Mittelschule in Gemeindehand ist, den Bus aber der Landkreis einsetzt. Anneliese Sachsenhauser von der Schulverwaltung des Landkreises ergänzte, dass der zunächst eingesetzte Bus zu klein war, um diese Schüler noch mitnehmen zu können. Zwar hat das beauftragte Unternehmen dann einen größeren eingesetzt, doch der nimmt überwiegend Kinder von weiterführenden Schulen mit. Anneliese Sachsenhauser betonte, dass der Landkreis wo immer es gehe, den Schulbusverkehr in den Regionalbusverkehr des Münchner Verkehrsverbundes (MVV) zu integrieren.

© SZ vom 15.07.2020 / beb

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