Der Landkreis Freising fördert die Fachberatungsstelle "Hilda" des Diakonischen Werks Freising mit 120.000 (2023) und 126.000 Euro (2024). Das hat der Kreisausschuss des Kreistags in seiner Sitzung am Donnerstag beschlossen. Derzeit gibt es dafür Zuschüsse vom Freistaat Bayern. Ob dies von 2025 an weiter so sein wird, ist derzeit ungewiss, deshalb gilt die Förderung vorerst nur für diese beiden Jahre. Der Kreisausschuss folgt mit seinem Beschluss der Empfehlung des Ausschusses für demografische und soziale Fragen.
"Hilda" gibt es seit dem Jahr 2020 in Freising. Ein wesentlicher Anteil der Fachberatungsstelle ist die Beratung und Unterstützung von Betroffenen häuslicher und/oder sexualisierter Gewalt. Sie unterstützt Frauen, Kinder und Jugendliche bei der Überwindung ihrer Gewalterfahrung. Derzeit arbeiten drei qualifizierte Mitarbeiterinnen 80 Stunden pro Woche für die Fachberatungsstelle.
Laut Angaben von "Hilda" sind die Fallzahlen" seit 2020 zwar nicht deutlich gestiegen, aber die Beratungen haben aufgrund der Lebensumstände der Betroffenen zugenommen. Zugenommen habe zudem die Anzahl der "Selbstmelderinnen und Selbstmelder". Dies gilt besonders für die sexualisierte Gewalt, von der Kinder und Jugendliche betroffen sind. Deren Beratung wurde erst durch die Gründung der Fachberatungsstelle möglich. Gleichzeitig hat die "pro-aktive Beratung" zugenommen. Die Arbeit von "Hilda" ist eng mit dem Frauenhaus verknüpft. Dessen Träger ist ebenfalls das Diakonische Werk. Deshalb ist die Verwaltung der Ansicht, die Fachberatungsstelle in deren Händen zu belassen. Beide Einrichtungen könnten somit weiterhin von ihrer Zusammenarbeit profitieren.