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Plötzlicher Sinneswandel:Landkreis will fahrradfreundliche Kommune werden

FREISING: Alte Poststrasse (Alte Post-Strasse) wird Fahrradstrasse

Zwölf Landkreise sind bereits Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft - nun auch der Landkreis Freising.

(Foto: Johannes Simon)

Im dritten Anlauf hat es geklappt: Der Landkreis Freising will Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundliche Kommunen in Bayern werden. "So was ist ein Aushängeschild", so Landrat Helmut Petz.

Von Peter Becker, Freising

Im dritten Anlauf hat es endlich geklappt: Der Landkreis Freising will Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundliche Kommunen in Bayern werden. Zum ersten Juli diesen Jahres will er einen entsprechenden Aufnahmeantrag stellen. Die Grünen im Kreistag hatten in den Jahren 2013 und 2018 entsprechende Anträge gestellt, die jeweils vom Planungsausschuss des Kreistags abgelehnt worden waren. Zum Sinneswandel hat offenbar im vergangenen August ein Gespräch des Landrats Helmut Petz (FW) mit dem Kreisverband des ADFC beigetragen. Jetzt hat der Planungsausschuss dem Beitritt der Arbeitsgemeinschaft zugestimmt. Die Mitgliedschaft kostet pro Jahr 3000 Euro.

Urs Phillip vom Tiefbauamt des Landkreises sieht im Beitritt zur Arbeitsgemeinschaft, die bislang 83 Kommunen umfasst, einige Vorteile. "So was ist ein Aushängeschild", stimmte Landrat Helmut Petz (FW) bei. Dieser wies ausdrücklich darauf hin, dass der Landkreis keinesfalls für die Radwege der Gemeinden und Städte zuständig sei. Zwölf Landkreise sind bereits Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft. Der Jahresbeitrag koste wenig, sagte Petz. Und was den Landkreis anbelangt, sei dieser, was Radwege betreffe, auf einem guten Weg.

Kreisrat und Zweiter Vorsitzender des ADFC-Kreisverbandes Michael Stanglmaier (Grüne) betonte, dass die Zertifizierung als fahrradfreundliche Kommune ein "Label" sei, das insbesondere im Tourismus eine größere Rolle spiele. Der Landkreis profitiere vom Netzwerk der beteiligten Kommunen und Kampagnen. Der Mitgliedsbeitrag für 3000 Euro sei ein "gutes Geschäft".

© SZ/nta
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