Schülerbeförderung:Per Expressbus zur Realschule

Schülerbeförderung: Nach den Osterferien soll es die Ausnahme sein, dass Schüler zu spät zum Unterricht an der Realschule in Lerchenfeld erscheinen. Zu diesem Zweck sollen Busse aus dem westlichen Landkreis auf direktem Weg in die "Guten Änger" nach Freising fahren.

Nach den Osterferien soll es die Ausnahme sein, dass Schüler zu spät zum Unterricht an der Realschule in Lerchenfeld erscheinen. Zu diesem Zweck sollen Busse aus dem westlichen Landkreis auf direktem Weg in die "Guten Änger" nach Freising fahren.

(Foto: Marco Einfeldt)

Landkreis setzt zusätzliche Busse ein, die Schülerinnen und Schüler aus dem westlichen Landkreis in die "Guten Änger" in Lerchenfeld bringen sollen.

Von Peter Becker, Freising

Es ist ein ständiges Ärgernis für die Lehrkräfte an der Lerchenfelder Realschule: Schülerinnen und Schüler aus dem westlichen Landkreis Freising kommen regelmäßig unpünktlich zum Unterricht, weil die Schulbusse dort verspätet ankommen. Der Planungsausschuss des Kreistags sorgt jetzt für Abhilfe: Nach den Osterferien fahren von den betroffenen Gemeinden - Allershausen, Hohenkammer und Kranzberg - Expressbusse der Linien 616 und 619 direkt zur Realschule in Lerchenfeld. Dann ist dafür gesorgt, dass die Schüler zum Unterricht pünktlich erscheinen.

Hintergrund ist, dass die Verträge mit den Unternehmen, welche die betroffenen Linien betreiben, bis zum Ende des Jahres 2026 laufen. Geschlossen wurden sie 2016, also zwei Jahre bevor die neue Realschule in den Guten Ängern an den Start ging. Historisch gesehen war der Schulbusverkehr in den vergangenen Jahrzehnten großen Veränderungen unterworfen. Die Schülerzahlen sind gestiegen. Der Busverkehr aus dem Westen war auf die Karl-Meichelbeck-Realschule ausgerichtet. Auf dem Weg dorthin oder danach steuerten die Busse die anderen weiterführenden Schulen in Freising an.

Diese alte Realschule war irgendwann jedoch an ihre Kapazitätsgrenzen gestoßen, die neue Schule in den Guten Ängern wurde gebaut. Schüler aus dem Westen des Landkreises mussten fortan diese besuchen. Das änderte allerdings nichts an den Routen der Busse. Die fuhren weiterhin über die Staatsstraße 2084 nach Freising, über den Weihenstephaner Ring oder die Thalhauser Straße in den Norden der Stadt. Dann erst ging es zur Endstation "Gute Änger". Mithin ist diese Strecke sehr anfällig für Verkehrsbehinderungen. Die Folge: Immer wieder kamen Schüler zu spät zum Unterricht, der um 7.55 Uhr beginnt. Für Entlastung hätte laut Verwaltung gesorgt, den Schulbeginn um fünf Minuten, also auf 8 Uhr, nach hinten zu verschieben. Das wiederum lehnte die Schule ab.

Gesamtkosten betragen bis zum Ablauf der Verträge knapp eine Million Euro

Schon im Januar 2022 regten deshalb Eltern, Bürgermeister der betroffenen Gemeinden und Landkreispolitiker an, die Lerchenfelder Realschule direkt an den westlichen Landkreis anzubinden. Münchner Verkehrsverbund und die beteiligten Busunternehmen erklärten sich dazu bereit, morgens und mittags Gelenkbusse einzusetzen. Die sollen fortan als "Expressbusse" die Schüler über die Westtangente zur Lerchenfelder Realschule fahren.

Einen der bisher verkehrenden Busse der Linien 616 und 619 für diesen Zweck abzuzweigen, geht nicht. Das hätte zur Folge, dass Schüler aus Ortsteilen von ihrem gewohnten Busverkehr "abgehängt" würden. Der Planungsausschuss hat deshalb einstimmig beschlossen, die "Expressfahrten" zumindest bis zum Ablauf der geltenden Verträge bis Dezember 2026 einzuführen. Die Busse sollen morgens und mittags fahren. Die Gesamtkosten für beide Linien betragen bis zum Ablauf der Verträge knapp eine Million Euro.

Zur SZ-Startseite

SZ PlusKindermedizin
:Rezept für eine gesunde Kindheit

Désirée Ratay ist Kinderärztin im Landkreis Freising. In ihrem neuen Buch "Kindergesundheit beginnt zu Hause" regt sie zu einem Umdenken in der Kindermedizin an - und empfiehlt Familien, mehr auf Bindung und Entspannung zu setzen. Zum Wohle der Kinder.

Lesen Sie mehr zum Thema

Jetzt entdecken

Gutscheine: