Eine ungewöhnliche Ausstellung wird an diesem Donnerstag, 16. April, um 19 Uhr im Alten Gefängnis in Freising eröffnet (Brennergasse 1). Unter dem aus ihren Vornamen zusammengesetzten Titel „MORGÜL“ zeigen Moritz Altmann und Ergül Cengiz gemeinsam Keramik, Objekte, Malerei und Scherenschnitt. Damit erzählen sie auch von einer über 25 Jahre gewachsenen Lebens- und Arbeitsgemeinschaft. Unter anderem zeigten die beiden bereits 2015 zusammen die Ausstellung „Flat Line“ in der Galerie Françoise Heitsch in München.
In ihrer aktuellen Ausstellung in Freising gehen die beiden Künstler einen vielschichtigen Dialog ein: Altmanns plastische Arbeiten sind geprägt von barocker Bewegung, architektonischer Ordnung und reliefartiger Verdichtung – das Ornament wird bei ihm zum formgebenden Prinzip.
Cengiz hingegen entfaltet in ihrer Malerei und den Scherenschnitten komplexe Bildsysteme, die islamische Ornamentik mit westlichen Genres wie Landschaftsmalerei und Stillleben verknüpfen. Sie hat an der Akademie der bildenden Künste in München und der Hochschule für bildende Künste in Hamburg studiert. Ihr Werk bewegt sich zwischen islamischer Kunstgeschichte und westlichen Bildgattungen wie Stillleben und Landschaft.
Zur Vernissage kommen Altmann und Cengiz persönlich nach Freising. Eingeladen wurden sie vom Kulturverein Modern Studio, der seit Jahrzehnten immer wieder renommierte Künstlerinnen und Künstler in die Domstadt holt. Erst im Herbst vergangenen Jahres wurde der Verein dafür mit dem Tassilo-Preis der Süddeutschen Zeitung ausgezeichnet.
Die Ausstellung ist von 17. April bis 3. Mai zu sehen. Geöffnet ist das Alte Gefängnis immer freitags von 15 bis 19 Uhr sowie am Freitag, 3. Mai, und an allen Samstagen, Sonntagen sowie am 1. Mai jeweils von 11 bis 19 Uhr. Der Eintritt ist frei. Ein Besuch ist auch nach Vereinbarung möglich (Telefon 08161/63619 oder 08165/8533).

