Kulturbote-Open-Air-FestivalNicht sehr dicht, aber ergreifend

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Bei aller Begeisterung mussten die Fans beim Open-Air am Vöttinger Weiher auch am Samstag beim Auftritt von "Dicht und Ergreifend" am Platz bleiben.
Bei aller Begeisterung mussten die Fans beim Open-Air am Vöttinger Weiher auch am Samstag beim Auftritt von "Dicht und Ergreifend" am Platz bleiben. Marco Einfeldt

Beim Festival am Vöttinger Weiher begeistert die Mundart-Hip-Hop-Band "Dicht und Ergreifend". Die Fans tanzen an und auf Tischen - aber mit Abstand

Von Marie Schlicht, Freising

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Am vergangenen Freitag ist das Open-Air-Festival "Kulturbote" am Vötinger Weiher gestartet, am Samstag lag, trotz verhangenen Himmels, dann schon spürbare Vorfreude in der Luft. Denn die bekannte Mundart-HipHop-Formation "Dicht & Ergreifend" aus Niederbayern machte bei ihrer "Inzi Dance"-Tour auch im ausverkauften Kulturbote-Biergarten Halt, der eigens für das Festival auf dem ehemaligen Bolzplatz des SV Vötting-Weihenstephan errichtet wurde.

Schon von weitem war die Musik der DJs zu hören, die bereits vor dem Auftritt von "Dicht & Ergreifend" für Stimmung sorgten. Gäste aller Altersklassen strömten aus allen Himmelsrichtungen auf das Festivalgelände, das abwechselnd von blauem und lila Scheinwerferlicht erleuchtet wurde. Vor der dunklen Bühne, auf der in bunten Buchstaben der Name der Band zu lesen war, waren zahlreiche Biertische- und Bänke aufgebaut, die den Gästen als Teil des Hygienekonzeptes fest zugewiesen wurden.

Die Begeisterung darüber, endlich wieder ein Open-Air-Konzert besuchen zu können, stand den meisten Leuten förmlich ins Gesicht geschrieben. "Den Flair hier finde ich einfach super", sagte eine Besucherin und fügte voll Vorfreude hinzu: "Und die Band macht einfach Stimmung - das wird ein Mordsgaudi." Das fanden auch die Besucher Florian Bauer und Tobias Umkehrer: "Wir freuen uns total, dass jetzt endlich auch mal in Freising Konzerte unter Corona-konformen Regelungen stattfinden können. Den ganzen Sommer über gab es nicht eine Veranstaltung, deswegen sind wir umso begeisterter." Freunde der beiden seien bereits in München bei der "Inzi Dance" Tour von "Dicht & Ergreifend" gewesen und hätten den Auftritt hoch gelobt. Zwar war das Konzert in Freising schon seit einigen Tagen ausverkauft, die beiden hatten jedoch Glück und konnten zwei Karten über eBay ergattern. Auch von dem errichteten Festivalgelände am Vöttinger Weiher waren sie hellauf begeistert: "Die Location ist einfach super. Wir waren schon oft im Sommer am Weiher, und dass die Veranstalter hier so was auf die Beine gestellt haben, ist sehr beeindruckend."

Pünktlich um acht startete das dann Konzert. "Haben Sie Spaß, aber rasten Sie nicht aus" hieß die offizielle Ansage kurz vor Showbeginn, womit auf die Einhaltung der Sicherheitsvorkehrungen angespielt wurde. Anschließend betrat die Band in grünem Nebel und viel Applaus die Bühne. Eröffnet wurde die Show mit dem "Inzi Dance", zu dem das Publikum angehalten war, mitzutanzen. Zu fünft stand "Dicht & Ergreifend" den Abend über vorne auf der Bühne und sorgte für ordentlich Stimmung. Selbst der zwischenzeitlich einsetzende Regen konnte die Laune des Publikums nicht dämpfen, den ganzen Abend über wurde mitgetanzt. Aus Gründen des Hygieneschutzes blieben alle Gäste dabei dennoch bei ihren zugewiesenen Tischen - manch einer und eine aber ab und zu auch auf diesen.

"Die Band war wirklich super und am Ende war es eine richtige Explosion, alle haben getanzt und laut mitgesungen", freut sich Besucherin Naomi Albiez. Für alle Fans gibt es eine gute Nachricht: Wegen der großen Ticketnachfrage tritt "Dicht & Ergreifend" noch ein zweites Mal auf.

Insgesamt zwei Stunden dauerte das Konzert der niederbayerischen Mundart-Rapper, es war das zweite Konzert des Open-Air-Festivals "Kulturbote", das insgesamt 17 Tage dauert. Noch bis 12. September treten auf dem Bolzplatz des SV Vötting unterschiedliche Künstler auf. Veranstalter sind die Freisinger Firma "Eventunion" und der Sportverein SV Vötting-Weihenstephan, die das Open-Air gemeinsam mit den dort auftretenden Künstlerinnen und Künstlern organisiert haben. Zum Hygienekonzept gehört, dass die Besucherzahl auf 500 Personen pro Tag begrenzt ist, auch muss man sich vor Besuch im Ticketshop der Veranstalter online registrieren. Auf dem Gelände gilt die Maskenpflicht auf dem Weg zum fest zugewiesenen Sitzplatz.

© SZ vom 30.08.2021 - Rechte am Artikel können Sie hier erwerben.
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